Yogawochende Kolm Saigurn | © DAV Sektion Altdorf - Michaela Vollhardt

Zwischen Yogamatte und Bergpfad

Drei Tage zum Durchatmen in Kolm Saigurn

28.09.2026

Manchmal braucht es nur ein paar Tage in den Bergen, um wieder Zeit für sich zu finden. Gemeinsam wandern, Yoga üben und die Natur genießen – darauf freuten wir uns bei unserem ersten Yoga- und Bergwanderretreat in Kolm Saigurn.

 

Schon beim Zustieg durch den Wald begann das Loslassen. Es duftete nach Pilzen und feuchter Erde. Zwischen Regentropfen hielten wir für Yoga und Waldbaden inne, atmeten bewusst und nahmen die Umgebung wahr. Kaum auf der Hütte angekommen, setzte der Regen richtig ein. Drinnen rollten wir die Matten aus. Nach dem Wandern tat es gut, sich zu dehnen. Jetzt waren wir angekommen.

Am nächsten Morgen erwarteten uns verschneite Berge unter strahlend blauem Himmel. Im Talkessel trafen warme Herbstfarben auf weiße Gipfel. Wasserfälle, klare Gebirgsbäche und glitzernde Felsen machten die Landschaft besonders eindrucksvoll.

Der Schnee verlangte allerdings neue Tourenpläne. Richtung Riffelscharte lag er im steilen Gelände knöcheltief. Wir schätzten die Bedingungen gemeinsam ein und entschieden vernünftigerweise umzukehren. Flexibel bleiben und aufeinander achten gehörte ebenso dazu wie die Freude am Unterwegssein.

Unser weiterer Weg führte auf schmalen Pfaden durch einen Märchenwald. Zwischen rot leuchtenden Heidelbeersträuchern und Preiselbeeren fanden wir unser persönliches Gipfelerlebnis. Die Farben, das Licht und die Stille machten diese Wanderung zu einem Geschenk der Natur für die Seele.

Die Tage begrüßten wir mit Yoga: sich sammeln und den Körper spüren, bevor es hinausging. Unsere wunderbare Yogalehrerin begleitete uns mit viel Gespür. Ob erfahrene Yogini oder erstmals auf der Matte: Jede konnte im eigenen Tempo üben. Diese Aufmerksamkeit für den eigenen Körper half uns auch beim Wandern. Zurück auf der Matte ließen wir die Eindrücke nachwirken.

Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther bildeten einen roten Faden durch unsere Yogapraxis. Das Element Wasser lernten wir beim Kneippen und Baden in einer Gebirgsbachgumpe besonders unmittelbar kennen. Frisch war’s – sehr frisch! Ebenso genossen wir Kaffee und Kuchen in der Sonne und das Gefühl, nirgendwo schnell hinzumüssen.

Dank der tollen Organisation durch Michaela Vollhardt und Birgit Erhardt konnten wir uns ganz auf die Auszeit einlassen. Das harmonische Miteinander ließ Raum für gemeinsames Lachen, Gespräche und stille Momente.

Unsere letzte gemeinsame Yogaeinheit fand am Fuße der Wasserfälle statt, mitten im glitzernden Steinmeer. Ein wunderschöner Ort, um diese Tage ausklingen zu lassen.

„Namaste“ stand für uns für Respekt und Verbundenheit zwischen unserer Lehrerin Helen Schmidt und uns Teilnehmerinnen. Mit schönen Erinnerungen und dem Wunsch nach Wiederholung traten wir die Heimreise an.