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Kleingruppenwanderung durch das Schottental und das Rinntal

05.02.2026

Bei winterlichen Verhältnissen mussten wir beim Anstieg von Alfeld hinauf auf die Jurahochfläche Richtung Kursberg durch den Schnee stapfen. Abwärts änderten wir die vorgesehene Route leicht ab und gingen bequem auf einem geräumten Forstweg hinunter zur Regels- und Claramühle.

Bei den Mühlen mussten wir ein Stück die befahrene Straße entlang gehen, bis der Wanderweg ins Gelände abzweigte. Auf diesem hatten schon ein paar Leute Tritte in den Schnee gearbeitet, so war die Strecke bergauf recht gut zu bewältigen. Folglich waren wir um 11:00 Uhr schon knapp unterhalb von Heldmannsberg. Wir ließen begeistert den lange vermissten, winterlichen Anblick auf uns wirken. Wir entschieden uns nicht abzukürzen, sondern durch das Schottental zu gehen. Auf der Talstrecke erleichterte eine Fahrspur das Laufen, so dass der markante Bärenfelsen und immer wieder Ausblicke auf den Talbach genossen werden konnten. Nach der zweiten Felsformation zweigte der steile Pfad nach Heldmannberg ab. Wieder ging es durch den 30 cm tiefen Schnee, immer in die Fußabdrücke des Vordermannes bzw. der Vorderfrau tretend den Berg hinauf. Ist dieses Naturschutzgebiet im Sommer wegen seiner vielfältigen Flora und Fauna bekannt, so konnte man jetzt an den steilen Hängen, die Hutanger mit den nachwachsenden Dornbüschen und vielfältigen Wildwechselspuren entdecken.

In Heldmannsberg angekommen, statteten wir der denkmalgeschützten Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihren reich verzierten, noch weihnachtlich geschmückten Altären einen Besuch ab.

Nach einer gemütlichen Einkehr im Gasthaus „Zum Schottental“ ging es auf einem kleinen Sträßchen nach Aicha. Von dort durften wir, diesmal abwärts, auf dem kaum zu erkennenden Wiesen- und Waldweg nach Thalheim hinunterstapfen. Das Schloss bot etliche schöne Fotomotive, wohingegen die Tafel mit der Beschreibung des Todesmarsches vom April 45 (von Hersbruck, Happburg, Thalheim, Alfeld und weiter nach Süden) für betroffenes Schweigen sorgte. Nach Gotzenberg führte erst die Straße, dann ein recht steiler, schneereicher Weg hinauf. Über Pollanden, wo wir noch einmal die weiten Schneefelder genossen, erreichten wir das malerische Rinntal, an dessen unterem Ende unsere Autos warteten.

Höhepunkt des Nachmittags war der Besuch bei Robert Vogels „Vogelhorn Alphornbau“, wo uns ein Mitarbeiter der Firma dankenswerterweise verschiedene Alphörner zeigte und erklärte.

Im Gegensatz zur ersten Wanderung Anfang Februar, war die zweite Wanderung am 26. Februar schon frühlingshaft mit Sonnenschein.

Eva und Inge