Touren

Rückblick Touren

Hochtour für Einsteiger 2019

Verborgener-Berg-Ferner - Wilde Turm-Scharte - Turmferner - ApererTurm

Donnerstag 22.08.2019, vier Bergsteiger (Heike, Holger, Christian und ich) aus Altdorf machen sich auf den Weg in die Stubaier Alpen um Höhenluft und Gletschereis zu kosten.
Nach gemütlicher Anfahrt ging es zunächst vom Parkplatz der Oberissalm 600 Hm hinauf zur Franz Senn Hütte (2147m) in ein kuscheliges 6er Lager ganz für uns allein.

Am nächsten Tag galt es nach einem reichhaltigen Frühstück mit viel Kaffee die erste Bekanntschaft mit Gletschereis zu machen. Dazu mussten erst die knapp 700 Hm, vorbei an der Vorderen und Mittleren Sommerwand zu den jämmerlichen Resten des Knotenspitzferners überwunden werden. Dort angekommen wurden die ersten vorsichtigen Gehversuche mit Steigeisen auf dem ungewohnten Untergrund gemacht und schnell Gefallen daran gefunden. Es wurden verschiedene Gehtechniken geübt und dann in wechselnder Steilheit gegangen, gelaufen, und gehüpft. Eisschrauben wurden gesetzt, dann zum Standplatz im Eis ausgebaut und das Ganze mittels Bandschlinge auf Festigkeit geprüft. Auch eine demonstrierte Eissanduhr (was des wohl is?) konnte trotz skeptischer Blicke auch mit aller Gewalt nicht herausgerissen werden. Das Gehen als Gletscherseilschaft klappte dann auf Anhieb so gut, dass langes Üben überflüssig war.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg zur Hütte und Christian und Holger ließen sich den Abstecher auf den Gipfel der Vorderen Sommerwand, der fast am Weg lag nicht nehmen. Am Abend ging es rechtzeitig ins Bettchen, um für die morgige Hochtour gut ausgeschlafen zu sein.

Und dann ging es los. Um 7.30 Uhr morgens marschierten wir bei herrlichen Sonnenschein am Alpeiner Bach entlang, vorbei am Höllenrachen und der Gletscherzunge des Alpeiner Ferners in Richtung Aperer Turm. Bei etwa 2700Hm verließen wir den Wanderweg und gingen unmarkiert  und über Blockwerk zum Verborgener-Berg-Ferner. Nomen ist Omen, denn den sieht man erst wenn man schon fast draufsteht. Ausgestattet mit Steigeisen, Stöcken oder Pickel ging es nun in einer Seilschaft hinauf zur bedrohlich aussehenden Wilden Turmscharte (3126m), dem höchsten Punkt unserer Tour. Am Fuß der Scharte angekommen wurden Steigeisen und Pickel verstaut, denn die Turmscharte musste mittels vorhandenem Fixseil überklettert (IIer Stellen) werden. Oben angekommen, eröffnete sich uns ein atemberaubender Blick auf die Gletscherlandschaft zu unseren Füßen. Nach einem Rundblick und einer kurzen Brotzeit hieß es wieder „anschnallen“, denn der vor uns liegende Turmferner musste wieder als Gletscherseilschaft überwunden werden.
Am Blockgrat zum Aperen Turm angekommen wurden Steigeisen, Pickel und Seil erneut verstaut. Nun war noch einmal die volle Aufmerksamkeit gefragt. Über den langen, teilweise recht ausgesetzten Blockgrat, der ohne Geländerseil bewältigt wurde, erreichten wir schließlich das Gipfelkreuz des Aperen Turms (2984m). Gipfelfoto, Gipfelbussi, was essen und trinken und dann über den Normalweg Richtung Hütte zurück. Die letzte Stunde auf dem Normalweg hat uns dann noch ein Gewitterausläufer erwischt, is net schön, is aber so. Nass, müde aber zufrieden erreichten wir wieder die Hütte.

Am nächsten Morgen hieß es dann bei herrlichem Wetter wieder absteigen und nach einem zweiten Frühstück in Oberiss haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht und sind wohlbehalten am späten Nachmittag im guten alten Altdorf angekommen.

Superschöne Kombitour, lauter nette Leute dabei, keine großen Blessuren, so macht Bergsteigen richtig Spaß.

Herbert Herrmann

Bergwanderwoche in der Texel-Gruppe

Bergwanderwoche in der Texel-Gruppe

Seit nunmehr 36 Jahren ist die Bergwanderwoche ein fester Bestandteil im Programmangebot  der DAV Sektion Altdorf. Ursprünglich von moderaten Hochtourengehern ins Leben gerufen, bietet die Bergwanderwoche sportlich ambitionierten Bergwanderern eine geeignete Plattform für Bergerlebnisse aller Art.

In diesem Jahr war ein kleines Jubiläum angesagt. Zum zehnten Mal organisierten Hubert Seel und Peter Chunseck als Team die Unternehmung. Aus diesem Grund wurde die vom Meraner Höhenweg in Südtirol umrahmte Texel-Gruppe wie vor zehn Jahren erneut als Ziel ausgewählt. Insgesamt neun Männer und fünf Frauen, darunter fünf Bergwanderwochen-Neulinge, waren gespannt. Start war am Sonntag, 05.08.2018, an der Talstation der Texel-Bahn in Partschins. Die ersten 900 Höhenmeter auf den Giggelberg wurden schnell mit der Drahtseilbahn zurückgelegt. Danach begann der schweißtreibende Aufstieg zur Lodnerhütte, die den idealen Stützpunkt für die erste Gipfeltour am nächsten Tag auf den 3000 m hohen Gipfel des Tschigat bildete. Zum Glück wurden am Montag die heftigen Temperaturen des Sonntags nicht mehr erreicht, so dass der Aufstieg bei bestem T-Shirt Wetter begann. Die letzten 200 Höhenmeter auf den Tschigat entpuppten sich als leichte Kletterei (s. Foto), die insbesondere den weniger im Klettern geübten Teilnehmern alles abverlangten.

Begleitet von einer Gämsen-Großfamilie erreichten schließlich neun Teilnehmer den Gipfel. Das Wetterglück hielt exakt bis zum Ende des anspruchsvollen Gipfelabschnittes im Abstieg. Plötzlich setzte heftiger Regen ein. Alle waren froh, zu diesem Zeitpunkt wieder einen normalen Bergwanderpfad unter den Füßen zu haben. Mit der entsprechenden Ausrüstung war der Rückweg zur Hütte kein Problem, zumal der Regen nach einer halben Stunde wieder aufhörte.

Am dritten Tag dann das Umsetzen zum Hochganghaus über den anspruchsvollen Franz-Huber-Steig. Das ist Bergwandern der gehobenen Art, Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Bei idealen Wetterverhältnissen gab es tolle Blicke auf die entfernten Berggipfel der Dolomiten, aber auch tief hinunter in das Etschtal. Der Pfad führt im stetigen auf und ab über zahlreiche mit Ketten gesicherte  Stellen.

Am vierten Tag trennte sich das Team. Sieben Teilnehmer nahmen sich die Gipfeltour zur Spronser Röthelspitze vor, die andere Gruppe, beeindruckt von der außerordentlichen Steilheit des Aufstiegs in die Hochgangscharte, ging auf dem Meraner Höhenweg zur Nasareit-Hütte und zurück. Der obere Teil des Weges zur Hochgangscharte ist in den Wanderkarten als Klettersteig eingezeichnet, allerdings ungerechtfertigt. Der Steig ist tatsächlich extrem steil und auch ausgesetzt, allerdings vorbildlich angelegt und ausgebaut. Alle Stellen mit potenzieller Absturzgefahr sich mit Ketten versichert, ohne dass diese für den Aufstieg an sich benutzt werden müssen. Bereits nach 2 Stunden waren die 600 Höhenmeter bis in die Hochgangscharte bewältigt. Auf der anderen Seite eröffneten sich tolle Blicke auf die Spronser Seen. Der Weiterweg zum Gipfel erforderte zwar Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, war technisch allerdings nicht allzu schwer. Auch der Abstieg wurde rechtzeitig vor dem am Nachmittag einsetzenden kurzen Regenschauer absolviert, so dass sich alle auf der Sonnenterrasse des Hochganghauses von den Strapazen erholen konnten. Eine wunderschöne Tour, da waren sich alle einig.

Es folgte der nächste und auch letzte Hüttenwechsel zum Gasthof Talbauer, direkt am Meraner Höhenweg gelegen. Die Gehzeit mit lediglich 3 h und das sonnige Wetter machten uns die Entscheidung, die Tour mit einem Abstecher zum Mutkopf zu verlängern, sehr leicht. Nach einer kurzen Stärkung ließ der freie Blick zu 600 m höheren Mutspitze beim großen Teil der Teilnehmer Begehrlichkeiten aufkommen. Wie wäre es noch schnell mit einem Gipfel? Trotz der eindringlichen Warnungen des Hüttenwirtes vor unmittelbar bevorstehenden Regen machten sich neun Teilnehmer mit leichtem Gepäck auf die Gipfeltour. Der Gipfel wurde nach beeindruckend schnellen 1 ½ h erreicht, aber dann brach es los. Es schüttete wie aus Eimern. Auch die besten Gore-Tex Bergstiefel nützen nichts, wenn das Wasser von oben in die Schuhe hineinläuft. Völlig durchnässt, aber irgendwie auch glücklich und stolz über das Geleistete, kam die Gruppe gegen 17:00 Uhr beim Talbauer an. Und natürlich gab es viel zu erzählen. Auch die Energiespeicher mussten wieder aufgefüllt werden. Und das ist in Südtirol bekanntlich das geringste Problem.

Der Freitag begann mit leichtem Nieselregen und schlechten Wetterprognosen. Das bedeutet, in Etappen zu planen und Alternativen parat zu haben. Auf dem Meraner Höhenweg ging es zunächst für eine Stunde bis zum Longfallhof, unserem ersten Entscheidungspunkt. Alle waren dafür, die nächste Etappe bis zur Bockerhütte in Angriff zu nehmen, einem bei schwülwarmen Temperaturen sehr schweißtreibenden Aufstieg über mehr als 600 Höhenmeter. Nach einer kurzen Stärkung an der Hütte immer noch Wetterunsicherheit. Wieder die einmütige Entscheidung, nochmals 200 Höhenmeter in Angriff zu nehmen und über den Bocker-Steig zur bereits bekannten Hütte am Mutkopf zu gehen. Dann die Überraschung. Anstelle des angekündigten Regens hellte das Wetter auf. Die Regenfront blieb einige Kilometer Etschtal-aufwärts im unteren Vinschgau stehen. Eine nochmalige Rast am Mutkopf und der anschließende Abstieg zum Talbauerhof rundeten einen wunderschönen letzten Wandertag ab.

Was bleibt sonst noch zu erwähnen? Die perfekte Vorbereitung der Bergwanderwoche maßgeblich durch Hubert Seel und die professionelle Führung auf den Touren durch Peter Chunseck haben alle Teilnehmer mehr als begeistert. Ein herzliches Dankeschön von uns allen an unsere beiden Wanderleiter, die mit ihrem Einsatz vor und während der Tour auch einen großen Anteil an der tollen Atmosphäre im gesamten Team hatten. An die Unternehmungen und auch die gemütlichen Abende zusammen werden wir uns noch lange erinnern, soviel steht fest.

Volker Güther

Bergtour: Alpgartensteig und Waxriessteig

Bergtour Alpgartensteig und Waxriessteig

Am 14.07. fuhren 8 Mitglieder des DAV Altdorf in die Berchtesgadener Alpen.

Über den Alpgartensteig ging es durch die schönste und wildeste Seite des Lattengebirges auf einem schmalen Rückensteig hinauf zur Schlegelmulde, und von dort auf den Hochschlegel. Die mit Holzstämmen und -brettern gebauten Stufen und Leitern wechselten sich ab mit Eisentreppen. Geländer gaben Sicherheit, teilweise halfen auch Drahtseile über schmale und etwas exponierte Stellen. Der Aufstieg zur Schlegelmulde betrug 1070 hm. Nach einer Stärkung in der Almhütte nahm ein Teil der Bergsteiger die Predigtstuhlbahn, der andere Teil den Abstieg von 1294 hm über den sehr steilen Waxriessteig, der vor einigen Jahren saniert und mit Holz- und Metallleitern versehen wurde.
Übernachtet wurde in Bischofswiesen.

Am Sonntag war geplant am Untersberg über den Thomas-Eder-Steig die Schellenberger Eishöhle zu besuchen. Kurzfristig musste umdisponiert werden, da laut Wetterbericht ab Mittag Starkregen und Gewitter angesagt waren und der Steig zum Teil nur über Holzbohlen und mit Drahtseilversicherungen begangen werden kann. Zur Auswahl stand die Eisriesenwelt bei Salzburg oder eine Wanderung bei Ramsau, die auch im Falle des Schlechtwettereinbruchs erfolgen könnte. Der Großteil entschied sich für Ramsau.

Noch bei Sonnenschein erreichten wir die Halsalm und es wurden die in der Alm selbst hergestellten Milchprodukte verkostet. Der Rückweg erfolgte über einen Steig durch den Wald. Leider bewahrheitete sich die Wettervorhersage und am Auto musste die nasse Kleidung gewechselt werden, bevor der Rückweg nach Altdorf erfolgte.

Eva Dechand

 

Auf den Spuren des Blauen Reiters

„Auf den Spuren des Blauen Reiters“

Wandern und Kultur heißt ein neues Angebot des DAV Altdorf.
Zur Premiere fuhren zehn Damen der Sektion an den Kochelsee und wandelten auf den Spuren von Franz Marc.

Weite Moorlandschaften, zauberhafte Täler, hohe Berge und türkisblaue Seen: Der Maler Franz Marc und seine Zeitgenossen fuhren am Anfang des 20. Jahrhunderts gerne mit der Bahn zur Sommerfrische von München ins Voralpenland. Später ließen sich Marc und andere bekannte Künstler, etwa Wassily Kandinsky, August Macke und Gabriele Münter, dort nieder. Wer mit offenen Augen durch Kochel und die Umgebung streift, erkennt immer wieder Motive, die die Maler auf die Leinwand bannten. Die Gruppe nannte sich „Der Blaue Reiter“ und veränderte die Malerei in jener Zeit grundlegend.

Arbeiteten viele von ihnen zunächst noch naturalistisch, verfälschten sie später Farben und lösten Gegenstände in geometrische Formen auf. Ganz bekannt sind zum Beispiel die blauen Pferde oder der gelbe Tiger des 1880 geborenen und 1916 bei Verdun im Ersten Weltkrieg gefallenen Franz Marc.

Im wunderschön in einem Park über dem Kochelsee gelegenen Franz Marc Museum, aber auch im Münterhaus in Murnau kann man die Entwicklung der Künstler und ihrer Werke gut nachvollziehen. Die Teilnehmerinnen bekamen dazu noch fachlich sehr fundierte Zusatzinformationen von Kunsthistorikerin und Sektionsmitglied Heike Bauer. Mit vielen ausgedruckten Bildern und spannenden Anekdoten aus dem Privatleben der Malerinnen und Maler entführte sie in deren Denk- und Lebenswelt.

Neben dem Kulturprogramm standen auch Touren auf dem Programm, die DAV-Wanderleiterin Clara Grau zusammengestellt hatte: Von den Gipfeln des Jochberges zwischen Walchen- und Kochelsee und dem Osterfeuerkopf bei Eschenlohe bot sich bei warmen Frühsommerwetter ein toller Ausblick auf Karwendel, Zugspitze und die Oberbayerischen Seen im Norden. Eine leichte Abschlusstour des dreitägigen Programms führte durch das Murnauer Moos mit seiner eindrucksvollen Naturlandschaft.

Hohe Tauern

Mittelschwere Bergwanderungen im Nationalpark Hohe Tauern

Eisbedeckte Dreitausender, idyllische Täler und vom touristischen Rummel bislang verschonte Ecken: Sechs Bergsteigerinnen des DAV Altdorf erkundeten im Juli den südlichen Teil des Nationalparks Hohe Tauern.

Osttirol wurde erst spät touristisch erschlossen. Vor der Öffnung des Felbertauerntunnels im Jahr 1967 fanden nur wenige Reisende den Weg über die Hohen Tauern. Bis heute fehlen große Skigebiete und Bettenburgen. Was lange Zeit für die Region wirtschaftlich schwierig war, erweist sich heute als Segen: Gäste aus ganz Europa kommen gerade wegen der ursprünglichen Natur und den gastfreundlichen Orten am Fuße von Großglockner und Großvenediger.

Gleich die erste Etappe der viertägigen Tour des DAV Altdorf führte in eines der schönsten Täler der Region:
Vom Gschlösstal bietet sich ein Traumblick auf den Großvenediger (3674 m) – sogar aus den gemütlichen Zimmern im Venedigerhaus sieht man den eisbedeckten Gipfel. Auf dem Gletscherlehrpfad des Nationalparks kommt man den Eismassen des Dreitausenders ganz nah: Mit etwas Mut und einer kleinen Klettereinlage erreicht man sogar die Spitze der Gletscherzunge des Schlatenkees. Wesentlich idyllischer und leichter zu erreichen sind der auf 2137 Metern Höhe gelegenen Salzbodensee und der Mini-See „Auge Gottes“, in dessen Mitte eine Wollgrasinsel liegt.

Ebenso beeindruckend ist nach Einschätzung der Teilnehmerinnen ein Ausflug zu den Umbalfällen bei Hinterbichl: Der letzte freifließende Gletscherfluss der Alpen stürzt sich hier über hunderte Meter ins Tal. Ein Schaupfad mit Infotafeln und Plattformen, die weit in die Schlucht hineinragen, machen die Wanderung zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt gibt es im hinteren Dorfer Tal zu bestaunen. Vom Kalser Tauernhaus führt ein Steig durch üppige Blumenwiesen zum türkisblauen Dorfer See und dann zum Pass Kalser Tauern auf 2518 Metern. Von diesem Übergang hat man einen Blick auf die Stauseen und Skigebiete rund um das Berghotel Rudolfshütte. Schöner ist die Aussicht zurück ins Dorfer Tal und auf die Gipfel der Granatspitzgruppe. Und wer Glück hat und sich leise verhält, kommt ganz nah an eine Herde von rund 30 Steinböcken und unzählige Murmeltiere heran.

2017-Elbsandsteingebirge

Elbsandsteingebirge

vom 24.06. bis 27.06.2017 mit Eva Dechand.

Die Bilder sind entstanden an den Rauensteinen, über den Schrammsteingrat, am großen Schrammtor und um den Gohrischstein."

Schneeschuhtouren

Schneeschuhtouren im Bayerischen Wald und in den Kitzbüheler Alpen

Der Große Falkenstein im Bayerischen Wald (11.02. und 12.02.2017)

Seit einigen Jahren hat das Falkenstein-Schutzhaus auch im Winter geöffnet, so konnten wir in diesem Jahr den Großen Falkenstein als Ziel ansteuern. Beide Tourentage waren sonnig, fast ohne Wolken und der Schnee noch ausreichend für die Schneeschuhe. Wir starteten im Ort Zwieslerwaldhaus, erst auf einem gewalzten Fahrweg (den Schillerweg), dann auf schmalem Pfad führte die Tour zum Falkenstein. Kurz nach dem Ahornriegel konnten wir in der Sonne eine Trinkpause genießen. Anschließend steiler, auf direktem Weg nach Norden zum Falkenstein. Zur Mittagspause saßen wir im gemütlichen, warmen Falkenstein-Schutzhaus. Unser Abstieg führte vorbei am Windwurf Erlebnisweg und über die Hochflächen des Ruckowitzschachten. Der weitere Abstieg erfolgte dann wieder im Wald nach Zwieslerwaldhaus.

Diese Tour wurde Samstag und Sonntag mit verschiedenen Gruppen durchgeführt.
 

Rund um die Bochumer Hütte in den Kitzbüheler Alpen (03.03. - 05.03.2017)

Um am Samstag einen ganzen Tourentag zu haben, fuhren wir bereits am Freitagmittag.
Es war ein sonniger Tag und wir starteten um 15:30 Uhr vom Winterparkplatz der Bochumer Hütte den Aufstieg. Rechtzeitig vor dem Abendessen trafen wir auf der Hütte ein und konnten noch unser Lager beziehen, bevor wir es uns in der Wirtsstube neben den Kachelofen gemütlich machten. Die Aussichten für den Samstag waren sonnig, die Lawinenlage unter 2000 m gering, allerdings war ein Föhnsturm angekündigt.
Am Samstagmorgen war vor der Hütte von einem Föhnsturm noch nichts zu bemerken. Allerdings konnte man mit Blick zum Gipfel des Gamshag (2178 m), den starken Wind bereits erahnen. Der Aufstieg in Richtung Rauber (1972 m) und Saalkogel (2006 m) verlief zunächst im Schutz des Waldes, auf der Westseite der angestrebten Gipfel. Je näher wir dem Kammbereich kamen, der sich vom Hahnenkampl zum Rauber erstreckt, umso heftiger wurde der Sturm. Wir mussten uns immer wieder kräftig gegen den Wind stemmen um nicht umgeworfen zu werden. Nach den Gipfeln von Rauber und Saalkogel, entschieden wir uns gegen einen Weiterweg zum Tristkogel. Vielmehr starteten wir vom Saaljoch aus den Rückweg zur Hütte, vorbei an der zugeschneiten Oberkaseralm.
Am Sonntagvormittag wollten wir noch den nahegelegenen Laubkogel besteigen, jedoch begann es zu schneien als wir noch beim Frühstück saßen. Wetterberuhigung war erst für den Nachmittag gemeldet, so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg ins Tal. Kurz vor dem Parkplatz hatte der Sturm sogar einen Baum quer über den Fahrweg gelegt. Unsere geparkten PKWs waren gottseidank heil geblieben.

Hubert Seel

Hoher Ifen - Gottesackerplateau

Einzigartig – der Hohe Ifen und das Gottesackerplateau

Acht Mitglieder des DAV Altdorf fuhren zu der organisierten Tour „Hoher Ifen und Gottesackerplateau“ angeleitet von Eva Dechand im September ins Allgäu.

Am Freitagnachmittag kamen wir der Anregung unseres Gastwirts nach, eine kleine Einlauftour um Riezlern mit Besichtigung der Kessellöcher zu unternehmen.
Eine felsige Naturbrücke, kleine Schluchten mit interessanten Felsformationen, stäubende Wasserfälle, tief aus dem Gestein geschliffene Strudellöcher, Gumpen, klar wie Kristall -  so präsentierte sich der Schwarzwasserbach – allerdings mit seinen Launen: Zeitweise lässt er sich kaum blicken und sucht sich unterirdisch seinen Weg. Wir hatten Glück und durften beides erleben.

Am nächsten Tag schaukelt uns die Seilbahn gemächlich die ersten 300 Höhenmeter nach oben. Wir steigen in steilen Serpentinen zum Fuß des Hohen Ifen, der wie eine unüberwindliche Mauer vor uns liegt. Über ein Geröllfeld gelangen wir bis zum nackten Fels, wo uns ein wenig leichte Kletterei, allerdings mittels Seilsicherungen problemlos, erwartet. Nun stehen wir auf einer etwa 300 x 1500 Meter großen Felsplatte, die von einer dichten Wiese überzogen ist. Nach Süden neigt sich steil die Kalkplatte auf der wir den Abstieg, wieder über Drahtseile gesichert, beginnen. Die Sonne scheint pausenlos, Schatten ist rar und so freuen wir uns, als wir die Alpe Ifersgunt sehen. Es gibt Produkte die der Hof herstellt - Schafskäse, Joghurt – für jeden ist etwas dabei. Wenig später muntern wir uns mit Kaffee in der Schwarzwasserhütte auf, bevor wir den Rückweg über das hintere Schwarzwassertal nach Riezlern antreten.

Am Sonntag, unseren Abreisetag, sind für den Nachmittag Regenfälle angesagt.
Wir starten also frühzeitig und fahren wieder mit der Ifenseilbahn nach oben. Das Gottesackerplateau liegt unterhalb des außergewöhnlichen Felsens. So unbedeutend das Plateau vom Gipfel des Ifens wirkt, so spektakulär ist es, wenn man es überquert. Unzählige Risse durchziehen das weiße Kalkgestein, metertiefe Felslöcher und -spalten, die sich jäh neben dem Weg auftun, scharfkantige Grate - das alles dominiert bei der Wanderung über das Plateau. Eine sehr ungewöhnliche Landschaft präsentiert sich uns. Der Abstieg erfolgt über das Kürental. Mit jedem Höhenmeter den wir verlieren, scheint die Vegetation zuzunehmen. Der Weg verläuft durch die wilde Steinschlucht des Gottesackerlochs. Eine sehr urtümlich, naturnahe Vegetation tut sich hier auf. Stets bergab und trockenen Fußes erreichen wir Riezlern, bevor wir unsere Heimreise antreten.

Wer eine außergewöhnliche Landschaft erleben möchte, dem sei diese Wanderung sehr empfohlen.
Text von Eva Dechand

Schönbichler-Horn

Überschreitung des Schönbichler Horns im Zillertal (So. 28.08. - Mo. 29.08.2016)

Ein aufziehendes Gewitter machte vier Bergsteigerinnen und einem Bergsteiger der DAV-Sektion Altdorf einen Strich durch ihre Gipfelrechnung. Nur 150 Höhenmeter unter dem Gipfel des Schönbichler Horns in den Zillertaler Alpen, drehte die Gruppe um. Bei der Tour Ende August war eigentlich die Überschreitung des 3134 Meter hohen Berges über das Furtschagelhaus bis zum Schlegeisspeicher geplant.
Stattdessen wanderten die Altdorfer vom Übernachtungsquartier „Alpenrose“ auf 1878 Metern bis zu einem Grat auf rund 3000 Metern und wieder zurück. Gerade rechtzeitig, bevor Regen, Blitz und Donner über den von Gletschern umrahmten Zemmgrund im Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen fegten, kam das Quintett auf der Waxeggalm an. Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, stiegen die Altdorfer weitere 500 Höhenmeter zum Parkplatz Breitlahner ab.

Trotz des knapp verpassten Gipfelerfolgs werteten die Teilnehmer die Tour als absolut lohnend: Unter anderem gab es atemberaubende Ausblicke auf die Gletscher Waxeggkees, Hornkees und Schwarzensteinkees sowie den wohl besten Mohn- und Apfelkuchen des Zillertales.

Text und Bild: Clara Grau

Wanderwoche 2016

Bergwanderwoche in den Schladminger Tauern (17.07. - 23.07.2016)

Den östlichen Teil des Zentralalpenkammes bilden die Niederen Tauern mit ihrem Herzstück, den Schladminger Tauern. Ein Gebiet voll herber Schönheit, mit Karkesseln, unzähligen Seen verschiedener Größen und Wasserfällen.

Vor fünf Jahren stand diese Wanderwoche schon einmal auf unserem Tourenplan. Wegen Regen und Schnee waren die geplanten Touren und Gipfel nicht machbar. So beschlossen wir, dieses Jahr die Schladminger Tauern erneut zu besuchen.

Wir starteten unsere Tour in Hopfriesen, einem Parkplatz im Obertal. Das Wetter war noch verbesserungswürdig - es regnete leicht. Zunächst ging es am Bach entlang bis zur Neualm, ab hier weiter über Almgelände zur Keinprechthütte. Die Hütte liegt am bekannten Tauern-Höhenweg und ist eingebettet in einen Kessel, rundherum dominieren die Berge der Schladminger Tauern.

Der Hüttenwirt riet uns von der Montagstour auf die Vetternspitze ab. Die Tour führt über das historische Bergbaugebiet der Zinkwand auf die Vetternspitze. Der Weg ist nicht markiert und daher nicht geeignet für eine 12-köpfige Gruppe. Wir wählten daher das zweite mögliche Ziel, die Rotmandlspitze (2453 m). Die Rotmandlspitze liegt auf halbem Weg zur Ignaz-Mattis-Hütte und ist eigentlich keine Spitze. Eher ein runder Bergrücken aus rötlichem Gestein. Allerdings ein schöner Aussichtspunkt, wobei die Fernsicht durch das noch immer trübe Wetter nicht so toll war. Zumindest blieb es trocken und wir freuten uns am Nachmittag über etwas Sonnenschein.

Für unseren Hüttenübergang zur Gollinghütte war Wetterbesserung vorhergesagt, schon am Morgen zeigten sich tatsächlich die ersten Wolkenlücken. Ab der Hütte hieß es erst einmal leicht absteigen zum Obertalbach, dann abbiegen in Richtung Trockenbrotscharte. Der Wasserreichtum der Schladminger Tauern lässt die Vegetation üppig wuchern, der Pfad an den steilen Grashängen war teilweise zugewachsen. Von der Trockenbrotscharte (2237 m) aus hatten wir einen tollen Blick auf die Landawirseehütte und die beiden Landawirseen unter uns. Der Normalweg würde uns an der Hütte vorbeiführen, allerdings mit einem Abstieg von 300 Höhenmetern und erneutem Aufstieg zur Gollingscharte. Diesen Abstieg ersparten wir uns und wanderten stattdessen auf dem alten, schmalen Höhenweg zur Gollingscharte (2326 m). Am Ende des steinigen Abstieges
von der Scharte erreichten wir den eindrucksvollen Gollingwinkel (Bild rechts), ein natürliches Amphitheater am Fuße der Hochgolling Nordwand. Zur Gollinghütte war es nicht mehr weit.

Von der Gollinghütte aus, bot sich als Gipfel nur der Hochgolling (2862 m) an. Das bedeutete aufsteigen über den bekannten Weg zur Gollingscharte, von dort über die Westflanke zum Gipfel, leichte Klettereien inbegriffen. Das waren stolze 1200 m Auf- und Abstieg. Daher wagten sich nur sechs Gipfelstürmer auf diese Tour. Die anderen Teilnehmer erkundeten die Gegend rund um die Hütte.

Die Tour zur Preintalerhütte führt in eine hochalpine Landschaft und zählt zu den schönsten Wanderungen in den Schladminger Tauern. Mehr als 30 Seen in unterschiedlichen Größen sind auf der Seenplatte des Klafferkessel in rund 2300 Meter Seehöhe verteilt. Von der Gollinghütte führte der Weg in vielen Kehren und Felsschultern zum Greifenbergsattel. Über Geröll erfolgte der weitere Aufstieg zum Greifenberg. Nach dem Gipfelfoto auf 2618 m gelangten wir über brüchiges Gelände und kurze Seilversicherungen in den Klafferkessel. Ab der Klafferscharte führte der weitere Weg steil hinunter in die Lämmerkare und über einen Wiesenhang zur Preintalerhütte.

Am Freitag hatten wir keine Lust, die 1000 Höhenmeter zum Waldhorn aufzusteigen. Stattdessen bot sich eine Tour zu den Sonntagskarseen an, eine lohnende Wanderung zu einer einzigartigen Seenlandschaft. Erst durch den ebenen Talboden, dann steil bergauf bis zum Unteren Sonntagskarsee. Entlang des Sees führte der Weg weiter bergauf zum Oberen Sonntagskarsee. Die mächtigen Gipfel von Waldhorn und Kieseck umschließen das Sonntagskar mit ihren hohen Flanken.

Der Abstieg am Samstag war erst steil, danach eben bis zum Riesachsee. Hier beginnt der Alpinsteig durch die Höllschlucht, ein Highlight der Wassererlebniswelt "Wilde Wasser“. Laut Hüttenwirt sollten wir zeitig am Einstieg sein, wegen stetig zunehmendem "Gegenverkehr“ auf dem Steig. Der Alpinsteig führt vorbei an den beeindruckenden Riesachfällen und überquert eine 50 Meter lange Seilhängebrücke (Bild rechts), Metall-Stege und viele Stufen führen durch die Höllschlucht.
Im Untertal lud uns der Almgasthof Riesachfall ein zum Mittagessen und in der Sonne zu sitzen. Ein prima Ausklang unserer wunderbaren Wanderwoche.

Hubert Seel

 

Subscribe to Touren