Skitouren Wipptal

Am 09.03. war es soweit und der erste Teil der Wipptal-Skitourgruppe, koordiniert von Klaus Kiderlin und Jan Kürschner, machte sich auf den Weg zu Almis Berghotel im Obernbergtal in den Brennerbergen. Wir, die leider noch beruflich oder zwecks Praktikum eingespannt waren, wurden per Signal-Messenger auf dem Laufenden gehalten und die Vorfreude stieg durch die Bilder der zwei Skitouren bei super Wetter, die wir bekamen. Auch das Hotel mit seinem Angebot der Panorama Sauna und dem sich über mehrere Tische erstreckende, vielseitige Buffet trug dazu bei, dass wir es kaum abwarten konnten am Freitag in den VW Bus zu steigen und zu 5. (coronabedingt leider nicht zu 6.) nachzukommen. Da wir zwei dieses Jahr erst gestartet haben auf Skitour zu gehen und somit überhaupt erst 4-5 Skitouren gegangen sind, waren wir besonders gespannt was uns erwartet, fühlten uns aber gleich super wohl in der gemischten und altersmäßig doch unterschiedlichen Gruppe. Nachdem wir am Freitagabend nach einigen Stunden Fahrtzeit ankamen, planten wir noch eine Tour für Samstag und gingen nach gemütlichen Beisammensitzen ins Bett.
Am nächsten Morgen ging’s nach dem sehr guten und reichlichen Frühstück, dass auch für vegane Ernährung top ausgelegt war, vom Hotel aus los zum Südlichen Rosslauf. Das erste Stück war flach aber schön am Bach, später am See entlang dann aufwärts. Immer wieder kam die Sonne zwischen den Wolken zum Vorschein. Später hatten wir mit einem heftigen Wind und verblasenen Gelände zu kämpfen und arbeiteten uns Stück für Stück über den harschigen Schnee nach oben. Die Aussicht: ein Traum. Im steileren Bereich war man mit Harscheisen auf der richtigen Seite und die Bedingungen waren schwer. Gerade die Querungen waren herausfordernd, zusätzlich für unseren Splittborder. Wir wurden super unterstützt von den erfahrenen Hasen und konnten den ein oder anderen Tipp, was die Durchführung von Spitzkehren betrifft mitnehmen und am nächsten Tag in dafür freundlicherem Gelände nochmal intensiv üben und uns verbessern.
Aufgrund des eisigen Winds entfiel das Vesper am Gipfel und es ging ans abfellen und abfahren. Zwei von uns sind bereits kurz unter dem Gipfel, der zugegebenermaßen auch nicht so offensichtlich kenntlich war, abgefahren und wir folgten. Runter ging’s durch wechselnde Schneeschichten, oben verharscht und unten dann etwas sulzig, aber auch zwischendrin wechselhaft, was nicht wenig anspruchsvoll war aber auch viel Spaß gemacht hat. Nach einer schönen Tour war noch Zeit einen Kaffee zu trinken oder die Sonne zu genießen bevor es zum Teil in die Sauna mit Bergpanorma und dann zum Abendessen ging. Hier wieder super Essen. Geplant wurde zusätzlich die nächste Tour. Aufgrund der Schneelage war klar, dass wieder eine Nordhangtour Ziel wird, allerdings achteten wir darauf möglichst wenig Wind ausgesetzt zu sein. Es wurden noch ein- zwei Spiele gespielt, bevor wir uns dem wohltuenden Schlaf gewidmet haben.
Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder alles zusammen packen und hoch auf den Fradersteller, wie am Tag zuvor vom Hotel aus und circa. 900hm. Die Tour führte anfangs über eine Art Fuhrweg und dann ein bisschen steiler durch den Wald. Bei herrlichem Sonnenschein, weiter aufwärts mit kurzer Vesperpause und das letzte Stück dann doch mit ein wenig Wind aber gut machbar und wunderschön. Gipfelfoto und dann ging’s an die Abfahrt. Vor allem im oberen Teil noch ein bisschen durch den Tiefschnee, später im Wald sehr anspruchsvoll, da die Schneelage eher dünn war und es sehr eng zu ging. Das letzte Stück über den vereisten Fahrweg zurück bis zum Hotel, wo noch ein Kaiserschmarren in der Sonne als toller Abschluss anstand bevor es gegen frühen Abend zurück nach Hause ging.
Für uns war es ein wunderschönes Wochenende mit tollen Skitouren, guten Gesprächen, Sonne, neuen Tipps und Erfahrungen, Entspannung, super Essen (besonders bei veganer Ernährung ist das in Österreich leider noch keine Selbstverständlichkeit) und super Leuten.

Text: Arved Vogel und Leonie Schneider