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Hosting Umzug und neue Homepage

Im Rahmen der Digitalisierungsinitiative DAV360 wird der Internetauftritt der DAV Sektion Altdorf komplett überarbeitet.

Durch die Umstellung am 07.10.2022 kann gegeben falls die Erreichbarkeit der Website https://www.dav-altdorf.de sowie die Sektion Mailadressen für einige Zeit eingeschränkt sein.
Wir bitten um Verständnis.

Matthias Frank
Digitalkoordinator & Webmaster

Dem Himmel nah in den Weinbergen am Hermannsberg

Diesmal führten die Wanderungen nach Zell am Ebersberg
Viele kennen die Autobahnunterführung zwischen Bamberg und Schweinfurt und wissen nicht, welch ein schönes Wandergebiet sich dort direkt oberhalb befindet. Auf den Wanderwegen zwischen der imposanten Wallfahrtskirche Maria Limbach und durch die Weinberge am Hermannsberg und bei Zell am Ebersberg fühlt man sich schon bereits nah am Himmel.
Maria Limbach war demnach auch der Ausgangspunkt der diesjährigen Wanderungen der Senioren  des DAV Altdorf. Diese spätbarocke Wallfahrtskirche zu besuchen und zu besichtigen ist schon aus dem Grund Pflicht, da das Gotteshaus nach einer fast fünfjährigen Renovierung gerade vor zwei Wochen fertiggestellt und mit der Altarweihe wieder geöffnet wurde. Der Würzburger Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn hatte 1751 mit dem Bau dieses imposanten Bauwerks ein Gelübde eingelöst, wonach er auf Fürsprache der Muttergottes zu Limbach von einem Hüftleiden geheilt wurde. Es war eines der letzten Bauwerke in Franken des großartigen Baumeister Balthasar Neumann.
Die Wanderer zog es hinaus zum nahegelegenen Spitzberg, dem markanten Aussichtspunkt mit Gipfelkreuz und der imposanten Aussicht auf Maria Limbach, das einmalige Naturschutzgebiet in den Maiauen sowie Sand am Main. Nach dem  Abstieg über Wiesen und der Durchquerung eines kleinen Wäldchens kommt hinüber zu den am steilen Hang gelegenen Weinbergen des Hermannsbergs. Hier wachsen ausgezeichnete Weine mit einer klaren Aromatik und fruchtiger Säure, welches auf die Hangneigung und die Gipskeuperböden zurückzuführen ist. Die sonnigen Tage haben die Winzer bewogen, die eigentlich zum jetzigen Zeitpunkt geplante Weinlese nochmals zu verschieben, um so das Mostgewicht des Traubenmostes (die Öchsle) noch zu steigern. In der Höhe der Weinlage zwischen pittoresken Wengertshäuschen erzeugt eine besondere Atmosphäre, man fühlt sich dem Himmel nah.
Ein kurzer Abstecher zu den in der Nähe liegenden Schilfsandsteinbrüchen ließ die Wanderer erahnen, welche wirtschaftliche Bedeutung im 18. Jhdt. der Abbau des Sandsteins für die Anwohner im nahe gelegenen Sand am Main (da kommt der Name her) hatte. Mit der Überquerung der BAB 70 ging es hinüber in das Waldgebiet am Ebersberg und an der Weinlage „Schlossberg“ vorbei in den Weinbauort Zell am Ebersberg.
Nach der Mittagseinkehr  im „Alten Bach“ war das Ziel Sand am Main. Auf schönen Wanderwegen durch Wald und Flur ging es an den Weinlagen „Himmelsbühl“ und „Am Fischersberg“ vorbei direkt in den Ort. Seit einigen Jahren hat Sand am Main durch vielfach prämierte Weine einen guten Ruf. Der Abbau und die Verarbeitung des Sandsteins für Schleifsteine und Fassadenverkleidungen ist Vergangenheit. Ein noch betriebener Wirtschaftszweig ist hier noch die Korbmacherei, wobei aber heute mehr der Korb- und Rattan- Handel im Vordergrund steht.
Mit einer zünftigen Brotzeit und dem hervorragenden Wein aus der Region fanden die Wanderungen ihren Abschluss. Die einhellige Meinung aller Wanderer war die Feststellung, welch ein  herrliches Wein- und Wandergebiet „oberhalb“ der Autobahn Bamberg – Schweinfurt liegt und man bisher gedankenlos daran vorbeirauscht ist.

 

Wochenende auf der Weidener Hütte (Tuxer Alpen)

Endlich wieder mal raus und wandern im Gebirge. Diesen Gedanken hatten sicher viele Teilnehmer unseres Bergwochenendes zur Weidener Hütte. Die Covid-Vorgabe war die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet), sowohl bei der Ausreise nach Österreich als auch bei der Hüttenübernachtung.
Unser Startpunkt war der Gasthof Innerst, von dem aus wir auf dem sog. Almenweg zur Weidener Hütte wanderten. Die Ankunft um 13:00 Uhr ließ uns noch genügend Zeit, in der Sonne sitzend unsere Mittagsrast zu machen. So gemütlich es vor der Hütte auch war, wir wollten am Nachmittag noch einen Gipfel machen. Also Aufbruch zur Hubertusspitz (2140 m), ein unschwieriger Gipfel, den man von der Hütte aus sehen kann. Rechtzeitig vor dem Abendessen waren wir wieder an der Hütte. Am Abend war es schön gemütlich in der Hütte, draußen tobte ein Gewitter. Noch schöner ist es dann, wenn am nächsten Morgen wieder die Sonne scheint.
Für den Abstieg zurück nach Innerst, wählten wir den langen Bettlerweg, der uns nach Osten ins Nurpenstal führte. Bevor wir die Untere Nurpensalm erreichten, konnten wir noch eine ausgiebige Rast einlegen, mit herrlichem Blick auf die vor uns liegende Karwendelkette. Wir waren zeitig wieder in Innerst, um auf der Heimfahrt eventuellen Staus zu entgehen – war aber leider nicht der Fall. Eine Kaffeepause beim Dinzler am Irschenberg, war der Abschluss unseres Bergwochenendes.
Hubert Seel

 

Steige im Elbsandsteingebirge

Wenige Tage vor offizieller Öffnung der Reisemöglichkeit ins Elbsandsteingebirge stand die zu diesem Zeitpunkt geplante Tour des DAV, geleitet unter Eva Dechand und Christian Wirth, sehr in Frage gestellt. Mit vereinten Kräften und einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes in Sachsen konnte dann die Tour doch noch stattfinden.
Diesen Umstand geschuldet,erlebten die Teilnehmer ein entsprechend wenig touristisch frequentiertes Elbsandsteingebirge. Die Bastei, das Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges konnte menschenleer besichtigt werden.
Am Ankunftstag erwanderten die Teilnehmer den Panoramaweg oberhalb der Kirnitzsch am Hermannseck, da die Bootsfahrten aufgrund Corona noch nicht stattfinden konnten. Über die Steile Stiege, die durch einen engen Felsspalt führt und später zum Königsplatz, neigte sich der erste Tag dem Ende zu.
Bei bestem Wetter ging es am nächsten Tag nach Ostrau über das Schrammtor und den Wildschützensteig zur Schrammsteinaussicht mit herrlichen Panoramen auf die sächsischen Felsen.Das Ehrenmal der Hohen Liebe gedenkt der sächsischen Kletterer, die ihrer Leidenschaft zum Klettern und Bergsteigen zum Opfer fielen.
Nach der Wandertour beging ein Großteil der Teilnehmer die Häntzschelstiege, die als Stufe 3 (anspruchsvolle Stiege) souverän gemeistert wurde.
Am 3. Tag ging es vom Grenzort Schmilka aus über den Rotkehlchensteig zu der oberen Affensteinpromenade und zurück über den Lehnsteig. Nach dem anspruchsvollen Aufstieg der Rotkehlchenstiege wandert es sich moderat entlang in Schleifen an der Promenade mit Traumaussichten auf die Felslandschaft. Die Rast an der Domerkeraussicht gefällt und das Kleine Prebischtor wird zum Fotoshooting. Über einen der ältesten angelegten Steigen, dem Lehnsteig, geht es zurück nach Schmilka. Den Durst kühlt ein köstliches Radler der dortigen Brauerei.
Am 4. Tag stand ein Besuch im Bielatal, ein Eldorado für jeden Kletterer, an. Der Ausgangspunkt der Wanderung, die Schweizermühle war ehemals eine Kaltwasserheilanstalt. 1912 wurde daraus ein Erholungsheim für die damaligen Betriebsangehörigen der Maggi-Werke, ab 1947 eine Lungenheilanstalt und zwischen 1968 und 1992 ein Altenpflegeheim.Danach entstand der Förderverein Schweizermühle die den Verfall des Hauptgebäudes nicht mehr verhindern konnte.
Es sind jedoch noch die Spuren der Vergangenheit zu finden im sog. Rosengarten, im Syrenengrund und dem Gedächtnishain sowie der Sophienquelle. Immer wieder über kleine Stiegen, durch ein Felslabyrinth, u.a. dem Sachsenstein dessen Aussichtsplattform über eine steile enge Stiege besichtigt werden konnte, erreichte die Gruppe die Ottomühle und über den Großvaterstuhl und die Herkulessäulen wieder die Schweizermühle.
Am Abschiedstag wurde der Pfaffenstein mit dem Aufstieg über das Nadelöhr begangen.Auf dem Pfaffenstein ging es zur Goldschmidthöhle und über die Ahnenbank zu den Opferkessel, die teilweise von Geländer umschlossen und selbst im Hochsommer mit Wasser gefüllt sind. Beim Besuch darf das Wahrzeichen des Pfaffensteins die Barbarine, nicht fehlen die erstmals 1905 durch Bergsteiger bezwungen, aber aufgrund Rissbildung ab 1975 für den Klettersport gesperrt wurde. Ein Gewitter im Nacken verabschiedete sich die Gruppe vom herrlichen Elbsandsteingebirge, jedoch nicht ohne sich vorher in Königstein im legendären Café, das erstmals nach der Pandemie wieder geöffnet war, an dem leckeren Kuchen zu laben.

Wenige Tage vor offizieller Öffnung der Reisemöglichkeit ins Elbsandsteingebirge stand die zu diesem Zeitpunkt geplante Tour des DAV, geleitet unter Eva Dechand und Christian Wirth, sehr in Frage gestellt. Mit vereinten Kräften und einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes in Sachsen konnte dann die Tour doch noch stattfinden.

Diesen Umstand geschuldet,erlebten die Teilnehmer ein entsprechend wenig touristisch frequentiertes Elbsandsteingebirge. Die Bastei, das Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges konnte menschenleer besichtigt werden.

Am Ankunftstag erwanderten die Teilnehmer den Panoramaweg oberhalb der Kirnitzsch am Hermannseck, da die Bootsfahrten aufgrund Corona noch nicht stattfinden konnten. Über die Steile Stiege, die durch einen engen Felsspalt führt und später zum Königsplatz, neigte sich der erste Tag dem Ende zu.

Bei bestem Wetter ging es am nächsten Tag nach Ostrau über das Schrammtor und den Wildschützensteig zur Schrammsteinaussicht mit herrlichen Panoramen auf die sächsischen Felsen.Das Ehrenmal der Hohen Liebe gedenkt der sächsischen Kletterer, die ihrer Leidenschaft zum Klettern und Bergsteigen zum Opfer fielen.

Nach der Wandertour beging ein Großteil der Teilnehmer die Häntzschelstiege, die als Stufe 3 (anspruchsvolle Stiege) souverän gemeistert wurde.

Am 3. Tag ging es vom Grenzort Schmilka aus über den Rotkehlchensteig zu der oberen Affensteinpromenade und zurück über den Lehnsteig. Nach dem anspruchsvollen Aufstieg der Rotkehlchenstiege wandert es sich moderat entlang in Schleifen an der Promenade mit Traumaussichten auf die Felslandschaft. Die Rast an der Domerkeraussicht gefällt und das Kleine Prebischtor wird zum Fotoshooting. Über einen der ältesten angelegten Steigen, dem Lehnsteig, geht es zurück nach Schmilka. Den Durst kühlt ein köstliches Radler der dortigen Brauerei.

Am 4. Tag stand ein Besuch im Bielatal, ein Eldorado für jeden Kletterer, an. Der Ausgangspunkt der Wanderung, die Schweizermühle war ehemals eine Kaltwasserheilanstalt. 1912 wurde daraus ein Erholungsheim für die damaligen Betriebsangehörigen der Maggi-Werke, ab 1947 eine Lungenheilanstalt und zwischen 1968 und 1992 ein Altenpflegeheim.Danach entstand der Förderverein Schweizermühle die den Verfall des Hauptgebäudes nicht mehr verhindern konnte.

Es sind jedoch noch die Spuren der Vergangenheit zu finden im sog. Rosengarten, im Syrenengrund und dem Gedächtnishain sowie der Sophienquelle. Immer wieder über kleine Stiegen, durch ein Felslabyrinth, u.a. dem Sachsenstein dessen Aussichtsplattform über eine steile enge Stiege besichtigt werden konnte, erreichte die Gruppe die Ottomühle und über den Großvaterstuhl und die Herkulessäulen wieder die Schweizermühle.

Am Abschiedstag wurde der Pfaffenstein mit dem Aufstieg über das Nadelöhr begangen.Auf dem Pfaffenstein ging es zur Goldschmidthöhle und über die Ahnenbank zu den Opferkessel, die teilweise von Geländer umschlossen und selbst im Hochsommer mit Wasser gefüllt sind. Beim Besuch darf das Wahrzeichen des Pfaffensteins die Barbarine, nicht fehlen die erstmals 1905 durch Bergsteiger bezwungen, aber aufgrund Rissbildung ab 1975 für den Klettersport gesperrt wurde. Ein Gewitter im Nacken verabschiedete sich die Gruppe vom herrlichen Elbsandsteingebirge, jedoch nicht ohne sich vorher in Königstein im legendären Café, das erstmals nach der Pandemie wieder geöffnet war, an dem leckeren Kuchen zu laben.

Steige im Elbsandsteingebirge

Wenige Tage vor offizieller Öffnung der Reisemöglichkeit ins Elbsandsteingebirge stand die zu diesem Zeitpunkt geplante Tour des DAV, geleitet unter Eva Dechand und Christian Wirth, sehr in Frage gestellt. Mit vereinten Kräften und einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes in Sachsen konnte dann die Tour doch noch stattfinden.
Diesen Umstand geschuldet,erlebten die Teilnehmer ein entsprechend wenig touristisch frequentiertes Elbsandsteingebirge. Die Bastei, das Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges konnte menschenleer besichtigt werden.
Am Ankunftstag erwanderten die Teilnehmer den Panoramaweg oberhalb der Kirnitzsch am Hermannseck, da die Bootsfahrten aufgrund Corona noch nicht stattfinden konnten. Über die Steile Stiege, die durch einen engen Felsspalt führt und später zum Königsplatz, neigte sich der erste Tag dem Ende zu.
Bei bestem Wetter ging es am nächsten Tag nach Ostrau über das Schrammtor und den Wildschützensteig zur Schrammsteinaussicht mit herrlichen Panoramen auf die sächsischen Felsen.Das Ehrenmal der Hohen Liebe gedenkt der sächsischen Kletterer, die ihrer Leidenschaft zum Klettern und Bergsteigen zum Opfer fielen.
Nach der Wandertour beging ein Großteil der Teilnehmer die Häntzschelstiege, die als Stufe 3 (anspruchsvolle Stiege) souverän gemeistert wurde.
Am 3. Tag ging es vom Grenzort Schmilka aus über den Rotkehlchensteig zu der oberen Affensteinpromenade und zurück über den Lehnsteig. Nach dem anspruchsvollen Aufstieg der Rotkehlchenstiege wandert es sich moderat entlang in Schleifen an der Promenade mit Traumaussichten auf die Felslandschaft. Die Rast an der Domerkeraussicht gefällt und das Kleine Prebischtor wird zum Fotoshooting. Über einen der ältesten angelegten Steigen, dem Lehnsteig, geht es zurück nach Schmilka. Den Durst kühlt ein köstliches Radler der dortigen Brauerei.
Am 4. Tag stand ein Besuch im Bielatal, ein Eldorado für jeden Kletterer, an. Der Ausgangspunkt der Wanderung, die Schweizermühle war ehemals eine Kaltwasserheilanstalt. 1912 wurde daraus ein Erholungsheim für die damaligen Betriebsangehörigen der Maggi-Werke, ab 1947 eine Lungenheilanstalt und zwischen 1968 und 1992 ein Altenpflegeheim.Danach entstand der Förderverein Schweizermühle die den Verfall des Hauptgebäudes nicht mehr verhindern konnte.
Es sind jedoch noch die Spuren der Vergangenheit zu finden im sog. Rosengarten, im Syrenengrund und dem Gedächtnishain sowie der Sophienquelle. Immer wieder über kleine Stiegen, durch ein Felslabyrinth, u.a. dem Sachsenstein dessen Aussichtsplattform über eine steile enge Stiege besichtigt werden konnte, erreichte die Gruppe die Ottomühle und über den Großvaterstuhl und die Herkulessäulen wieder die Schweizermühle.
Am Abschiedstag wurde der Pfaffenstein mit dem Aufstieg über das Nadelöhr begangen.Auf dem Pfaffenstein ging es zur Goldschmidthöhle und über die Ahnenbank zu den Opferkessel, die teilweise von Geländer umschlossen und selbst im Hochsommer mit Wasser gefüllt sind. Beim Besuch darf das Wahrzeichen des Pfaffensteins die Barbarine, nicht fehlen die erstmals 1905 durch Bergsteiger bezwungen, aber aufgrund Rissbildung ab 1975 für den Klettersport gesperrt wurde. Ein Gewitter im Nacken verabschiedete sich die Gruppe vom herrlichen Elbsandsteingebirge, jedoch nicht ohne sich vorher in Königstein im legendären Café, das erstmals nach der Pandemie wieder geöffnet war, an dem leckeren Kuchen zu laben.

 

Wild East – Granitklettern in Ostbayern

„Der mit der Banane tanzt“

Wild East – Granitklettern in Ostbayern, mit dieser Ausschreibung lockte Matthias Koch. Neugierig geworden fanden sich schnell 6 Kletter*innen um rauszufinden wie wild es wohl werden würde. So fuhren wir an einem sonnigen Samstag früh gemeinsam gen Osten ins Fichtelgebirge.

Nach einem für fränkische Verhältnisse ungewöhnlich langen Zustieg (halt länger als 15 Min) standen wir vor den ungewöhnlichen und imposanten Felstürmen am Rudolfstein und fragten uns: wo sind die Henkel und Löcher? Alles glatt und rund – wie kommen wir da rauf?

Die Unerschrockenen unter uns packten ihr Material und ihr Klettertechnikrepertoire aus und wagten sich an diese neue Art der Vorstiegs-Kletterei. Auch der Nachstieg fühlte sich sehr spannend an, mit so ganz anderen Bewegungen, als wir gewohnt waren. Auch um eine Erkenntnis reicher sind wir geworden: Granit ist rauer als er ausschaut – beim Klettern einfach hinsteigen - hält. Belohnt wurden wir alle am Ende jeder Route mit einem Gipfelerlebnis mit wunderbarer Aussicht und genussvoller Abseilaktion; und natürlich einem(!) Gipfelschnaps.

Die Zeit verging wie im Flug und ruckzuck war es schon Zeit zu unserer Unterkunft „Waldfrieden“ zu fahren. Die hielt was sie versprach: Ruhe und super Essen mit regionalen Zutaten (ein Tipp für Pfifferliebhaber).

Sehr abwechslungsreich ging es am nächsten Tag im nahegelegenen Steinwald weiter: diesmal standen auf einmal wahre Felsburgen mitten im Wald vor uns, mit ein paar Rissen zum Festhalten – und sonst nichts. Umgeben von einem Felsenmeer als ob Riesen Murmeln gespielt hätten. Auch hier hieß es wieder: beherzt vorsteigen. Nicht am Umlenker umzudrehen, sondern auf dem Felskopf aussteigen zu dürfen, haben wir auch hier alle sehr genossen.

Es war ein durchwegs gelungenes Wochenende mit vielfältigsten Eindrücken und dem Gefühl ganz weit weg gewesen zu sein, und das nur 1,5 Std von Altdorf entfernt - was will das Kletter*innenherz mehr.

Ein großer Dank an Matthias für die tolle Idee & Organisation; du hast mit „Wild East“ nicht zu viel versprochen.

Warum der Artikel „der mit der Banane tanzt“ heißt? Da müsst ihr Danny fragen, das war die Abmachung: wenn er tanzt, schreib ich den Bericht.

Tour in den Bayerischen Wald

Borkenkäfer und Klimawandel:
Tour durch den Bayerischen Wald gibt Einblicke in den Lebenszyklus der Bäume

Er wurde erst kontrovers diskutiert, 50 Jahre später gilt er als Erfolgsmodell: Der Nationalpark Bayerischer Wald. Das Schutzgebiet zeigt, wie sich die Natur verändert, wenn der Mensch nicht eingreift und lockt mehr Gäste denn je in Bayerns Osten. Eine Gruppe des DAV Altdorf hat bei Touren auf drei über tausend Meter hohe Gipfel den Wald genauer unter die Lupe genommen. DAV-Mitglied und Waldbesitzer Werner Kern informierte bei der dreitägigen Fahrt im September kenntnisreich über die Geschichte des Nationalparks und Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels.

Erstes Ziel war der Große Falkenstein (1.315 m). Von der Ortschaft Zwieslerwaldhaus wählten die Altdorfer den anspruchsvollsten aber wohl schönsten Aufstieg durch ein Waldgebiet, das zu den bedeutendsten und ältesten Urwaldresten in Mitteleuropa zählt. Weiter aufwärts ging es durch das Felsengebiet Höllbachgspreng. Steil und über Felsstufen führt ein teilweise ausgesetzter Steig bis zum neu erbauten Falkenstein Schutzhaus. Von der Terrasse und dem Gastraum der Hütte eröffnet sich ein malerischer Ausblick auf den Talkessel des Zwieseler Winkels. Einige Meter weiter, vom Gipfelplateu aus, kann man nach Westen und Südwesten zum Großen Arber und zur Bergkette des vorderen Bayerischen Waldes blicken. Und an klaren Tagen sind im Süden die Alpen sichtbar. Ähnlich lohnend ist der Blick vom Kleinen Falkenstein (1.190 m), über den die Altdorfer zurück zum Ausgangspunkt wanderten.

Noch besser, da im Gipfelbereich völlig unbewaldet, ist der Ausblick vom Lusen (1.373 m). Von der Ortschaft Waldhäuser stieg die zehnköpfige Wandergruppe über die „Himmelsleiter“ auf den Berg mit seinem charakteristischen Gipfelaufbau aus Granitblöcken. Von diesem Aussichtspunkt waren Schäden, die Trockenheit und Borkenkäfer in den vergangenen Jahren angerichtet haben, deutlich zu sehen. In den weitläufigen Waldgebieten stehen unzählige abgestorbene Fichten.

Bis junger Wald die Lücken füllt, dauert es Jahrzehnte. Auf dem Weg zum Großen Rachel (1.453 m), dem Ziel am dritten Tourentag, sahen die Altdorfer erste Erfolge: Zwischen den Ende des 20. Jahrhunderts abgestorbenen Baumskeletten wachsen Ebereschen und junge Fichten – ohne menschliches Zutun. Die Wandergruppe wählte einen langen, aber landschaftlich sehr reizvollen Aufstieg von Oberfrauenau über den Kleinen Rachel und die Rachelwiese zum höchsten Gipfel im Nationalpark. Der Abstieg führte dann steil hinab zum idyllischen Rachelsee und zur Bushaltestelle Gfäll. Von dort fahren die kostenlosen "Igelbusse" zurück in die Zivilisation.

 

Bergwanderwoche im Verwall

Bergwanderwoche im Verwall (09.08. - 13.08.2020)

Die diesjährige Bergwanderwoche fand unter besonderen Voraussetzungen statt. Die Organisatoren Hubert Seel und Peter Chunsek übernahmen unter den geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine besonders hohe Verantwortung und wurden dieser Verantwortung – so viel sei hier vorab gesagt – auch jederzeit gerecht. Als Konsequenz wurde die Bergwanderwoche von ursprünglich 7 Tagen auf 5 Tage verkürzt, da die letzte der geplanten drei Hütten kein überzeugendes Hygienekonzept vorweisen konnte.

Die paritätisch aus sieben Frauen und sieben Männer bestehende Gruppe traf sich am Sonntag frühzeitig am Altdorfer Bahnhof, um optimal aufgeteilt auf 4 PKW zum Ausgangspunkt der Tour, den Stausee Kops oberhalb von Galtür im Paznauntal zu fahren. Die Wetterprognose für die kommenden Tage war sehr gut. Bei strahlendem Sonnenstein wurde der kurze Aufstieg zur reichlich 500 m höher gelegenen Heilbronner Hütte in etwas mehr als 2 Stunden zurückgelegt.

Nach einer Stärkung und der gruppengerechten Aufteilung in die Quartiere unternahmen einige, denen der Aufstieg noch nicht gereicht hatte, einen Abstecher zum Valtschavielsee, dessen angenehm temperiertes Wasser auf über 2300 m Meereshöhe sogar zum Baden einlud.

Am darauffolgenden Montag stand der Gipfel des hoch über Galtür gelegenen Grieskogl auf dem Plan. Insgesamt etwa 700 Höhenmeter im Auf- und Abstieg waren auf unschwierigen Wegen und mit leichtem Gepäck zu bewältigen. Von der auf 2690 m gelegenen Grieskoglscharte ging es mit etwas Kletterei zum Gipfel. Ein herrlicher Ausblick hinüber in die Bergwelt der immer noch teilweise vergletscherten Sivretta war ein gerechter Lohn für die doch etwas anstrengenden Mühen insbesondere der letzten 15 min.

Am Dienstag stand der Hüttenwechsel von der Heilbronner auf die Konstanzer Hütte auf dem Programm. Die Gruppe entschloss sich, anstelle des direkten und leichten Weges über das Schönverwall-Tal den anspruchsvollen hochalpinen Bruckmannweg zu gehen, der mit einer reinen Gehzeit von 6 bis 7 Stunden angegeben war. Die richtige Entscheidung. Der landschaftlich außerordentlich schöne Weg verlangte auch der Trittsicherheit und Kondition der Bergwanderer einiges ab.

Eine ausgiebige Rast am 2505 m hoch gelegenen Wannensee nach 300 m im Abstieg und 700 m im Aufstieg und einer halben Wegstunde vor dem höchsten Punkt der Tour, dem Wannajöchli gelegen, sollte die erforderliche Erholung für die dann folgenden 1000 m im Abstieg verschaffen. Der Abstieg erwies sich zunächst als mehrfacher Auf- und Abstieg, bevor es dann endlich in sehr steilem Blockgelände tatsächlich in das Fasultal hinunter ging. Alle waren froh, letztendlich die Erfrischungen auf der Konstanzer Hütte nach einer wunderschönen, aber durchaus strapaziösen Tour genießen zu können. Ein kurzer und zum Glück überhaupt nicht heftiger Regenguss 15 min vor der Hütte wurde eher als angenehme Abkühlung von den heißen Tagestemperaturen empfunden.

Erneut bei herrlichem Wetter wurde am Mittwoch der noch nicht lange bestehende Drosberg Panorama-Rundwanderweg begangen. Der Name ist dabei Programm. Fast stets herrliche Blicke auf die raue und ursprünglich wirkende Bergwelt des Verwall. Mit einer abwechslungsreichen Wanderstrecke aus Wegen entlang eines Bachlaufs, verblockten Steigen, weichen Hochalmpfaden und durchaus heiklen Steilhangquerungen bietet der Rundwanderweg mit Ausnahme von Gletschern nahezu alles auf, was das Hochgebirge zu bieten hat.

Nach einer zweiten Nacht auf der Konstanzer Hütte ging es am frühen Morgen des Donnerstag über das Schönverwall und die Heilbronner Hütte in etwa 5 Stunden zurück zu den geparkten Autos.

Ein Wort zu den beiden Hütten und deren Umgang mit der Corona-Pandemie sei an dieser Stelle nicht nur gestattet, sondern ist sogar verpflichtend: Beide Hütten überzeugten mit ihrem Hygiene-Konzept. Die einzelnen Gruppen bekamen Quartiere ohne zusätzliche Belegungen von anderen Gruppen bzw. Wanderern zugewiesen. Die Tische in den Gasträumen waren unter Beachtung der Abstandsregelungen gestellt. Unsere Gruppe hatte stets einen Tisch nur für sich. Sowohl in den Gasträumen als auch in den sanitären Einrichtungen herrschte vorbildliche Sauberkeit. Desinfektionsmittelspender waren ausreichend vorhanden. In den Schlafräumen wurden keine Decken zur Verfügung gestellt. Der eigene Schlafsack war Pflichtausrüstung. All das vermittelte allen Bergwanderern ein sehr gutes Gefühl, keinem besonderen Risiko bezüglich einer Corona-Infektion ausgesetzt gewesen zu sein. Ein herzliches Dankeschön an die Hüttenwirte dafür, dass sie sehr deutlich die Sicherheitsaspekte vor die möglichen Umsätze mit prall gefüllten Hütten gestellt haben. Das ist durchaus nicht selbstverständlich. Nicht zuletzt ein herzliches Dankeschön an Hubert und Peter für die perfekte Organisation. Jedem der Teilnehmer war die Begeisterung über eine gelungene Bergwanderwoche anzusehen.

Text und Bilder Nr. 2-4: Volker Güther; Bild 1: Hubert Seel

 

Wandern im Allgäu

Wandern im Allgäu (09.-12.07.2020)
Ersatztour für "Rund um den Königsee" - Nationalpark Berchtesgaden

Am Donnerstag den 09.07.2020 um 13 Uhr trafen sich, bei sonnigen warmen Wetter, 10 DAVler am Eistobel-Parkplatz bei Grünenbach im Allgäu.

Unsere Wanderleiterin Eva führte und dann durch die Schlucht vom Eistobel vorbei an wunderschönen Wasserfällen und schattigen Wäldern. Über Riedholz führt uns Eva wieder zurück zum Parkplatz.

Nun bezogen wir unsere Unterkunft im Bauernhof der Familie Höß in Thalkirchdorf bei Oberstaufen. Da nicht genügend Zimmer zur Verfügung standen, übernachteten zwei im Camper unterhalb vom Hof. Zum Essen gingen wir ins Thalkirchdorfer Dorfhaus, das uns mit modernen Ambiente und leckeren Speisen überraschte. Nach geselliger Runde im Bauernhof bei Bier und Salzstängelchen ging der Abend dem Ende entgegen.

Am nächsten Tag positionierten wir die Autos am Bahnhof Oberstaufen und fuhren mit dem Bus zur Talstation der Hochgratbahn. Rauf mit der Seilbahn und los ging es um 9:45 Uhr in Richtung Westen immer mehr oder weniger am Grad entlang, rauf und runter, nach Immenstadt. Über den Hochgrad, Rindalphorn, Gündleskopf und Buralpkopf erreichten wir die Gundalpe. Unterwegs bei bestem sonnigem Wetter mussten wir öfters Kühen ausweichen die neugierig oft mitten am Weg lagen. Nach kühlen Getränken brachen wir auf zum Endspurt runter nach Immenstadt. Den Bahnhof erreichten wir gegen 18 Uhr nach ca. 16 Km und 1360 Höhenmetern im Aufstieg. Mit Zug und PKW erreichten wir wieder unser Dorfhaus und den Bauernhof.

Der Samstag war regnerisch und wir fuhren nach Kempten zum „ExtremShopping“. In verschieden Gruppen bummelten wir durch die Stadt und genossen trotz hin und wieder Regen den Tag.

Sonntags fuhren wir nach dem Packen zur Talstation der Hochgratbahn. Von der Bergstation aus ging es diesmal nach Osten über Seelekopf, Hohenflualpkopf und Einekopf zur Falkenhütte. Das Wetter war wieder warm und sonnig. Weiter wanderten wir talabwärts vorbei an einer 1000jährigen Eibe zum Parkplatz. Nach schönen gemeinsamen Tagen fuhren wir wieder heim in die Fränkische.

Text und Fotos: Christian Sieler

Absamer Klettersteig in Zeiten von Corona

Absamer Klettersteig in Zeiten von Corona (19.06.20 - 21.06.20)

Als der Gedanke geboren wurde eine Klettersteigtour zur Bettelwurfhütte für den Alpenverein anzubieten, konnte sich noch niemand vorstellen welche ungeahnten Schwierigkeiten auf uns zukommen würden.

Zuversichtlich reservierte ich schon im November 2019 Schlafplätze für acht Personen (zwei Viererlager) auf der Bettelwurfhütte im Karwendelgebirge. Der Plan war an einem Freitag anzureisen und eine Nacht in Hall in Tirol zu verbringen um am nächsten Tag früh in den Absamer Klettersteig einsteigen zu können.

Doch dann kam das Virus….

Lange Ungewissheit über Grenzöffnungen – Quarantäne – Hygienevorschriften usw… - unendlicher Mailverkehr mit der Hüttenwirtin. Nach einigen Änderungen wie die Schlafplätze  im Matratzenlager und die Anzahl der Teilnehmer von acht auf sechs, gab es dann doch noch grünes Licht. Dann langes Bangen um die Wettersituation – letztendlich entschieden wir uns doch zum Reiseantritt.

Abfahrt am Freitag um 14.00 Uhr an der Kletterhalle mit  zwei PKW. Nach staufreier Fahrt bezogen wir unsere gebuchten Zimmer in Hall i.T. um uns dann auch gleich zu einem Stadtbummel durch das Zentrum der wunderschönen Altstadt auf zu machen; im Augustiner Keller  bekamen wir dann pünktlich, an unserem vorab reservierten Tisch, ein köstliches Abendessen.

Am nächsten Morgen Aufbruch zum Parkplatz am Eingang der Halltäler um von dort aus zu Fuß weiter zum Einstieg des Absamer Klettersteiges , den wir nach ca. 1 Stunde (und einem kurzem Verhauer ;-)), erreichten. Da die Gruppe größtenteils aus geübten Kletterer`innen bestand, konnten wir nach kurzem Ausrüstungs- und Partnercheck auch gleich in den Klettersteig einsteigen. Das Wetter war – sagen wir mal – zumindest noch trocken, obgleich der Nebel nicht weit Blicken lies. Der Steig in kommoder Schwierigkeit (Kat. C) sollte aber vor Allem wegen seiner Länge nicht unterschätzt werden. Die Seilbrücke (welche auch umgangen werden kann) sorgte noch für zusätzlichen Nervenkitzel. Natürlich fing es mittlerweile mäßig an zu regnen, so dass die Regenkleidung doch noch ausgepackt werden musste. Beeindruckende Passagen wie der „Klemmblock“ ließen leider nur erahnen wie grandios die Aussicht dort bei gutem Wetter sein muss. Am Ausstieg des Klettersteiges, den wir nach ca. 4 Stunden (manche schneller ;-)) erreichten waren noch weitere 300 Höhenmeter auf steilem Pfad bis zur Hütte zu bewältigen.

Dort angekommen stellten wir fest, dass es wohl keine Maskenpflicht mehr gab, die Tische waren aber auf Abstand gestellt. Leider war Wettertechnisch eine Überschreitung vom kleinen zum großen Bettelwurfgipfel nicht möglich und so wurde es „nur“ ein gemütlicher Hüttennachmittag. Da es die Nacht zur Sommersonnenwende war machte sich als es dunkel war von der Hütte aus eine Gruppe Einheimischer auf um Bergfeuer zu entzünden, welche – so vermuteten wir – aufgrund der schlechten Sicht wohl vom Tal aus kaum zu sehen waren. Danach bezogen wir unsere Plätze im Matratzenlager welches mit Trennwänden zwischen den Betten ausgestattet worden war, um die Hygienevorschriften zu erfüllen.

Am nächsten Morgen brachen wir auf um über das Lafatscher Joch zum ehemaligen Kloster St. Magdalena abzusteigen und nach kurzer Einkehr die Heimreise anzutreten.

Trotz des schlechten Wetters und der Coronaumstände war es ein gelungener Bergauftakt und wie alle Beteiligten bestätigten, die richtige Entscheidung doch zu fahren.

Text und Bilder: Daniel Scharrer

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