Bergradgruppe

Bergrad Rückblick

Bergradgruppe im Dreiländereck

Bergradgruppe unterwegs im Dreiländereck

Die diesjährige Montainbiketour des DAV unter Leitung von Michael Mauer führte in sechs Tagen von Ischgl über die Schweiz und Italien zurück zum Startpunkt. Dabei hatte man nur das Notwendigste im Rucksack dabei. Am Weg zur Heidelberger Hütte überquerte man die Schweizer Grenze. Nach einer langen Schiebepassage zum Fimberpass mit landschaftlich schönen Ausblicken nahmen die Stärkeren der Gruppe die teils verblockten Schottertrails in Angriff, während die anderen auch bergab schoben.

Von Scuol im Unterengadin aus kurbelten am nächsten Tag die drei Frauen und vier Männer Höhenmeter um Höhenmeter durch die herrliche Landschaft hoch nach S-charl und dem Costeinaspass und erreichte mit Einsetzen eines heftigen Gewitters die rettende Einkehr am Ofenpass. Ein flowiger Trail führte von dort aus aus Richtung Buffalora, einer idyllischen Hochebene mit viel Grün, Kühen und schmalen, gut befahrbaren Wegen. Eng am Abgrund entlang im Val Mora ging es bei wieder einsetzendem Regen zum Lago di Cancano ins schön gelegene Rifugio Val Fraele. Dieser Tag schlug mit 1830 Höhenmetern und 53 Kilometern zu Buche. Nach einem ausgiebigen, für italienische Verhältnisse sehr üppigem Frühstück startete man bei kühlen Temperaturen zum Trelapass.  Von dort genoss man bei sonnigem Wetter die lange Abfahrt am für die meisten schönsten Trail der Woche bis nach Livigno. Nach einer gemütlichen Kaffeepause im von Touristen überlaufenen Ort setzte am Weg zum höchsten Pass der Woche, dem 2697 Meter hohen Chaschaunapass, wieder Regen ein. Wind, Nebel und Temperaturen um die vier Grad ließen die gute Laune spürbar sinken, da auch die Abfahrt mit rutschigen Passagen nur von wenigen radelnd gemeistert werden konnte. Doch als der Regen nachließ, besserte sich die Stimmung und die Gruppe fuhr einsam in einem hochgelegenen Flusstal Richtung oberes Inntal nach Zuoz in der Schweiz. Am nächsten Morgen betrug die Temperatur nur mehr ein Grad! Am Inn entlang ging es warm eingepackt bis Susch und von dort knapp 900 Höhenmeter Serpentine um Serpentine hoch zum Flüelapass. Für die zwei versierten Downhiller folgte nun als Höhepunkt die lange, technisch teils sehr schwierige Abfahrt bis Davos. Die anderen wichen für eine flotte Abfahrt streckenweise auf die Straße aus, ehe man gemeinsam zum Schlussspurt zur Jugendherberge in Klosters ansetzte. Um von der Graubünden zurück nach Österreich zu kommen, blieb nur der Weg über das Schlappinerjoch. Durch die Fahrt mit der Gondel wurden zwar einige Höhenmeter gespart. Man fluchte dennoch beim schweißtreibenden Auf- und Abstieg mit Schiebe- und Tragepassagen, wobei die beeindruckenden Ausblicke dafür etwas entschädigten. Im Montafon angelangt ging es am letzten Tag zunächst zum türkisblau schimmernden Kopsstausee und von dort fast 30 Kilometer ständig bergab über Galtür nach Ischgl, von wo aus man die Heimfahrt antrat.

 Nach sechs abenteuerlichen Tagen in abwechslungsreicher Landschaft mit knapp 9000 Höhenmetern und 260 Kilometern Gesamtstrecke war die einhellige Meinung: eine tolle Truppe, die trotz unterschiedlichen Könnens gut harmonierte und das Erlebte noch lange in Erinnerung behalten wird.

 

 

Text: Gisela Schuster

Fotos: Heidi Mauer

Val di Non - Runde

Bergradgruppe des DAV Altdorf unterwegs auf der Tour de Non

Bei herrlichem Wetter machten sich zwei Frauen und fünf Männer der DAV Sektion Altdorf auf den Weg ins Ultental, Um den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten, entschloss man sich, sechs Fahrräder auf einem Auto zu verstauen.

Von Unserer lieben Frau im Walde startete die eigentliche Tour de Non am nächsten Tag.

Nach einem langen Anstieg erreichten wir nach der Felixer Alm und dem idyllisch gelegenen Felixer Weiher den Gipfel des Gantkofel, von dessen schroffer Flanke sich ein gigantischer Ausblick auf das mehrere hundert Meter unter einem liegende Nons- und Etschtal und die umliegenden Berge bot. Ziel des heutigen Tages war nach der Bezwingung des Mendelpasses die wunderschöne Malga Romeno.

Am nächsten Tag ging es schiebend hinauf auf das Dach der Tour, den 2116 Meter hohen Monte Roen, der sich leider am Morgen noch in Nebel verhüllte. Auf teils flowigen, teils ruppigen Trails  und einigen Schiebepassagen hatten wir an diesem Tag eine meistens genussreiche Abfahrt von 1600 Höhenmetern vor uns. Immer wieder eröffneten sich beeindruckende Aussichten auf das Tal der Noce mit ihren pittoresken Dörfern, den unendlichen Apfelplantagen und dem Castel Thun.

Nach einem Speichenbruch und der Reparatur beim italienischen Straßenweltmeister Maurizio Fondriest kurbelten wir am nächsten Tag bei leichtem Nieselregen und angenehmen Temperaturen am Dolomiti di Brenta Trek 1600 Höhenmeter hoch zum Rifugio Peller (2020 m), wo wir mit italienischen Spezialitäten verwöhnt wurden. Dort legten fast alle einen Fahrradruhetag ein und bestiegen den Monte Peller.

Über Cles ging es am darauffolgenden Tag über 1400 Höhenmeter hoch in das idyllisch gelegene Laurein, wo wir eine ausgiebige Pause einlegten. Von dort ging es über Wald- und Wiesenwege an wunderschönen Hochmoorflächen vorbei zur Laureiner Alm und von dort zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.

Nach sieben abenteuerlichen Tagen in abwechslungsreicher Landschaft mit insgesamt 7800 Höhenmetern und 225 Kilometern Gesamtstrecke war die einhellige Meinung: eine tolle Truppe, die trotz unterschiedlichen Könnens gut harmonierte und vom Erlebten noch lange zehren wird.

Text: Gisela Schuster
Fotos: Heidi Mauer

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