Val di Non - Runde

Bergradgruppe des DAV Altdorf unterwegs auf der Tour de Non

Bei herrlichem Wetter machten sich zwei Frauen und fünf Männer der DAV Sektion Altdorf auf den Weg ins Ultental, Um den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten, entschloss man sich, sechs Fahrräder auf einem Auto zu verstauen.

Von Unserer lieben Frau im Walde startete die eigentliche Tour de Non am nächsten Tag.

Nach einem langen Anstieg erreichten wir nach der Felixer Alm und dem idyllisch gelegenen Felixer Weiher den Gipfel des Gantkofel, von dessen schroffer Flanke sich ein gigantischer Ausblick auf das mehrere hundert Meter unter einem liegende Nons- und Etschtal und die umliegenden Berge bot. Ziel des heutigen Tages war nach der Bezwingung des Mendelpasses die wunderschöne Malga Romeno.

Am nächsten Tag ging es schiebend hinauf auf das Dach der Tour, den 2116 Meter hohen Monte Roen, der sich leider am Morgen noch in Nebel verhüllte. Auf teils flowigen, teils ruppigen Trails  und einigen Schiebepassagen hatten wir an diesem Tag eine meistens genussreiche Abfahrt von 1600 Höhenmetern vor uns. Immer wieder eröffneten sich beeindruckende Aussichten auf das Tal der Noce mit ihren pittoresken Dörfern, den unendlichen Apfelplantagen und dem Castel Thun.

Nach einem Speichenbruch und der Reparatur beim italienischen Straßenweltmeister Maurizio Fondriest kurbelten wir am nächsten Tag bei leichtem Nieselregen und angenehmen Temperaturen am Dolomiti di Brenta Trek 1600 Höhenmeter hoch zum Rifugio Peller (2020 m), wo wir mit italienischen Spezialitäten verwöhnt wurden. Dort legten fast alle einen Fahrradruhetag ein und bestiegen den Monte Peller.

Über Cles ging es am darauffolgenden Tag über 1400 Höhenmeter hoch in das idyllisch gelegene Laurein, wo wir eine ausgiebige Pause einlegten. Von dort ging es über Wald- und Wiesenwege an wunderschönen Hochmoorflächen vorbei zur Laureiner Alm und von dort zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.

Nach sieben abenteuerlichen Tagen in abwechslungsreicher Landschaft mit insgesamt 7800 Höhenmetern und 225 Kilometern Gesamtstrecke war die einhellige Meinung: eine tolle Truppe, die trotz unterschiedlichen Könnens gut harmonierte und vom Erlebten noch lange zehren wird.

Text: Gisela Schuster
Fotos: Heidi Mauer