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Sportklettergruppe Anfängerkurs Mehrseillängen im Tessin (11. bis 17. April 2010) |
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Dass Teilnehmer des Anfängerkurses Mehrseillängen nachts hochgeschreckt sind und „Stand“, „Seil ein“ oder „Nachkommen“ gerufen oder im Halbschlaf Mastwurf und Prusik geknüpft haben, sind unbewiesene Legenden. Sicher ist aber, das die drei „Frischlinge“ Claudia, Clara und Lothar nach einer Woche auf den sonnigen Granitplatten bei Ponte Brolla das kleine Einmaleins der Alpinkletterei beherrschen. Vor dem ersten Felskontakt brachten das Lehrer- und Betreuerteam Reinhard und Barbara Born sowie Rita Lutz uns erst einmal die Theorie näher: In der Altdorfer Kletterhalle wurden – noch mit Bodenkontakt – die ersten Seilschaften gebildet, Klicken, Abseilen, die Kommandos und Knoten gelehrt. Auch Sicherheitsaspekte, wie der Partnercheck, kamen bei den „Trockenübungen“ nicht zu kurz. |
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Anfang April 2010 war es dann soweit: Über den noch tief verschneiten Bernardino steuerten wir unser wunderschönes Domizil oberhalb von Locarno an. |
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| Monika Kessler, eine resolute, aber äußerst humorvolle 75-Jährige Dame, stellt den Altdorfer Kletterern seit Jahren ihr Haus zur Verfügung – inklusive Terrasse mit Traumblick über den Lago Maggiore. |
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Reinhard hatte mit den Felsen in Ponte Brolla ein ideales Übungsrevier ausgesucht: Sonnige Granitplatten, leichte Routen im dritten und vierten Schwierigkeitsgrad und eine hervorragende Absicherung. Vor den ersten Routen machten wir uns mit dem unbekannten Fels vertraut: Statt Löchern, Leisten und Kanten gibt es im Maggiatal nichts zum Festkrallen – ein guter Stand auf möglichst flachen Sohlen ist hier gefragt! Reinhard machte uns das „Reibungsklettern“ vor. Die Schuhe hielten trotz unserer anfänglicher Skepsis erstaunlich gut! |
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Fünf Trainingstage und eine optimale „Eins-zu-Eins“-Betreuung
ermöglichten es uns, in Ruhe, ohne Angst und mit viel Übungszeit die
Alpinkletterei zu erlernen. Auch wenn wir am Anfang dachten: „Die ganzen
Knoten und Kommandos kann ich mir ja nieeee merken“, gingen uns die
Handgriffe schon bald in Fleisch und Blut über.
Schon bald kletterten wir bis zu neun Seillängen selbstständig – allerdings immer unter dem kritischen Blick von Reinhard und seinem Team. Nach neun Seillängen genossen wir unsere Brotzeit und tolle Ausblicke auf ein frühlingsgrünes Maggiatal und die schneebedeckten Gipfel rundherum. Beim Abseilen trafen wir an einem winzigen Stand auf Gegenverkehr. Aber auch diesen „Stau“ in der Wand lösten wir sicher auf. |
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| Nach soviel Neuem und Aufregendem reichte uns in der Regel ein selbstgekochtes Abendessen und die eine oder andere Folge von „Shaun das Schaf“, um abends todmüde ins Bett zu fallen. Am dritten Tag, unserem Erholungstag, wärmte die Frühlingssonne Sonne erstmals richtig. Wir nutzten das schöne Wetter für einen Grillabend im Garten von Monika Kessler. Unsere Vermieterin unterhielt uns den ganzen Abend mit Anekdoten aus ihrem ereignisreichen Leben. Viel Spaß hatten wir auch mit „Paco“, dem nimmermüden Schäferhundmischling. Und ganz am Ende, quasi als Belohnung nach den „Strapazen“, gönnten wir uns noch ein Festmahl im „Grotto du Rii“ in Intragna im Centovalli. |
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Unser Fazit: Eine wunderschöne Woche, in einem traumhaften Klettergebiet mit einem unglaublich geduldigen Lehr- und Betreuerteam! Lieber Reinhard, liebe Barbara, liebe Rita: Vielen herzlichen Dank und „Berg heil“!
Claudia, Clara und Lothar
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