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Montagabend 18:30 - das erste Treffen zum Grundkurs
Fels in der Kletterhalle KunstGriff.
Nach kurzer Vorstellungsrunde, bei der auch die
Vorkenntnisse aller Teilnehmer festgestellt wurden, wies Kursleiter
Gerhard Knoll auf erste Besonderheiten der Kletterei am Fels hin.
Bei der Materialkunde wurde zunächst das gesamte Sortiment, welches sich
in langer Klettererpraxis angesammelt hatte, von den Kletterneulingen
untersucht. So ging es von bereits bekannten Ausrüstungsgegenständen wie
Tube, HMS-Karabinern, Expressen über zu den bisher noch unbekannten
Teilen wie Klemmkeilen, Hexentrics, Friends oder Prusikschlingen.
Anschließend ging es zum Topropeklettern an die Kletterwand.
Am folgenden Donnerstag wurde vor allem das Thema
Vorstieg besprochen.
Zu Beginn wurde den Teilnehmern richtiges „spotten“ und „klippen“
gezeigt. Abschließend wurden alle gelernten Techniken im selbständigen
Vorstieg umgesetzt. Zuletzt wurden die vorbereiteten Seile durch
geplante Stürze (Sturz mit Ansage im Nachstieg) ausgiebig auf Ihre
Haltbarkeit getestet.
Über die Osterfeiertage war den Teilnehmer eine
kurze Pause gegönnt, um sich am darauf folgenden Donnerstag auf alle
Themen rund um die Felsenkletterei zu konzentrieren.
So wurde von beiden Kursleitern Gerhard Knoll und Herbert Herrmann
selbstständiges Umbauen am Stand, Abseilen mit Hintersicherung durch
Prusikknoten, Grundlagen des Setzens von mobilen Zwischensicherungen
umfassend erklärt.
Wie während des gesamten Kurses wurden die Inhalte durch zahlreiche
Anekdoten aus den Klettererfahrungen der beiden Kursleiter begleitet.
Am Samstag darauf war es endlich soweit:
Am Wolfstein sollten die bisher theoretischen Grundlagen durch
praktische Übungen am natürlichen Fels gefestigt werden. So wurden am
Samstag morgen die beliebtesten Routen am Felsen belegt, um den
Heerscharen von Kletterlustigen (es gab wie bestellt strahlenden
Sonnenschein und für April traumhafte Temperaturen) zuvorzukommen. Es
wurden vorbereitete Routen im Toprope und Vorstieg geklettert, Routen
umgebaut und selbständig abgeseilt, alles unter den aufmerksamen Augen
der beiden Kursleiter.
Am Nachmittag, nach einer zünftigen Brotzeit im Grünen, wurden den
Teilnehmern die Grundlagen des Setzens von mobilen Zwischensicherungen
am natürlichen Fels verdeutlicht. Nachdem die Kletterer dies in
Bodennähe üben konnten, wurde uns die Möglichkeit gegeben selbstständig
eine vollständige Route durch selbst gesetzte Zwischensicherungen zu
begehen.
Der Abend wurde in geselliger Atmosphäre im Gasthof zur alten Post
beendet, wobei die Kursleiter auch hier Ihre zahlreichen Erlebnisse in
die Gespräche einfließen ließen.
Der Sonntag wurde dann zum freien Klettern
genutzt, um bisher Gelerntes zu festigen und noch vorhandene
Wissenslücken und Fehlerquellen zu schließen.
Zurückblickend möchten wir uns auch im Namen der
Gruppe bei den Kursleitern bedanken.
Wir hatten nicht erwartet, so viel Wissen über die Felskletterei sammeln
zu können und dabei noch Spaß zu haben. Deshalb möchte wir nur sagen:
Weiter so!
Carina und Bastin |