Bild und Text:
Christine Wittmann und Simone Stamp

Besser Klettern dank guter Technik

 am 22.1. und 29.1.2011

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n der Kletterhalle KunstGriff fand an zwei Samstagen im Januar der Kurs „Klettertechnik für Anfänger“ statt.

 

Die Kursteilnehmer wurden von Rita Lutz,  Gerhard Knoll und Herbert Hermann mit viel Freude und Gelassenheit geschult.
Es wurde uns gezeigt, wie man mit verschiedenen Klettertechniken und Bewegungsabläufen seinen Kletterstil verbessern kann. Kletteranfänger hatten hier die Möglichkeit, schon im Anfangsstadium die richtigen Bewegungsabläufe zu lernen und auch bereits Klettererfahrene konnten sich in diesem Kurs weiter steigern.

Im ersten Teil  wurden uns  grundsätzliche Bewegungs- und Verhaltensregeln gezeigt. Eine stetige Berücksichtigung dieser Grundregeln soll schnelle Fortschritte ermöglichen. Die speziellen Techniken, die im zweiten Teil gezeigt wurden, können dann auf dieser Grundlage aufbauen.

Zu Beginn wurde uns das richtige Aufwärmen gezeigt. Durch ein geschicktes Verhalten einen möglichst großen Teil des Körpergewichts mit den Beinen zu halten und zu bewegen war eines der Kursziele. Somit bestanden die ersten Übungen darin, dass wir spielerisch den Gleichgewichtssinn schärfen konnten. Wir trainierten Trittwechsel und die Schwerpunktverlagerung. Zum Schluss wurde uns das „Abhocken“ demonstriert. Das bedeutete nicht etwa eine längere Pause, sondern zeigt, wie das gesamte Körpergewicht über einen Fuß gezogen wird. Unser Lernziel war, dass wir ein Gefühl für unseren Schwerpunkt bekommen und ein eigenes Bewegungsmuster finden. Es wurde spielerisch vermittelt, das Klettern keine Sportart ist, bei der ein bestimmter Bewegungsablauf zyklisch wiederholt wird.

  Foto Kletterkurs 2010

Im zweiten Teil wurden verschiedene Kletter- Techniken gezeigt. Gut klettern heißt auch, sich Kraft- sparend und technisch sauber in Halle oder am Fels fortzubewegen. Für das WIE werden je nach Situation die unterschiedlichsten Techniken eingesetzt wie z. B. die Froschübung, das Stemmen und Stützen, die Vermeidung einer „offenen Tür“, sowie das Eindrehen und Piazen.

Die erste Anwendung, die „Froschtechnik“, haben wir Herbert an einer Kante geübt. Auch der zweite Bewegungsablauf ist das „Stützen“ in einer Verschneidung gewesen. Rita hatte die Aufgabe, uns die „offene Tür“ zu erklären. Die Situation „offene Tür“ tritt auf, wenn der Körperschwerpunkt beim Lösen eines Griffes außerhalb der Trittfläche wirkt. Dazu hatte Rita uns einen knackigen Parcours gesteckt.

Das „Eindrehen und Piazen“ ,eine schwierige Aufgabe für Anfänger, wurde uns von Gerhard mit viel Geduld und Gelassenheit gezeigt. Durch das Eindrehen des Rumpfes, der Hüfte, Beine und Füße, also auch der Fußstellung, kann man die Reichweite der Arme beim Klettern regulieren. Bei der Gegendrucktechnik (Piazen) wird der Körperschwerpunkt bewusst nach hinten oder seitlich vom Körper verlagert. Nur dadurch kann der Gegendruck zwischen Händen und den Füßen aufgebaut werden.

In insgesamt acht Stunden wurde mit Geduld viel erklärt und demonstriert. Die Kursleiter haben uns vermittelt, das Klettertechniken- sowie Bewegungsabläufe nur durch kräftiges Üben erlernbar ist. Das Ziel sollte eine Verinnerlichung der erlernten Bewegungsmuster sein.

Als Abschluss ein Zitat von Wolfgang Güllich: „Das Gehirn ist der wichtigste Muskel beim Klettern“. Zu Beginn ist es sicherlich  nicht leicht, eine Route abzuschätzen. Aber je größer der „Vokabelschatz“ an Bewegungsabläufen wird, desto besser kann man eine Schlüsselstelle meistern. Rundum ein empfehlenswerter und gelungener Kurs, der mit dem Kletterteam sowie den Kursleitern viel Spaß bereitet hat.

 

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