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Eine Woche Kletterwetter! |
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Und jeden Tag ’ne neue Wand und das in einem Disneyland – alpin. Unter diesen Vorzeichen muss man sich die Dolomitentouren (Mehrseillängen bis S.Grad V) der DAV-Sportkletter-Gruppe Altdorf in der Alta-Badia-Region vorstellen. Andrea und Gerhard Knoll, Herbert Hermann führten in dem ihnen bestens vertrauten Gebiet rund um La Villa und den Sellastock in den ersten zwei Juliwochen Klettertouren durch. Rosi Seitz und Wolfgang Christl waren mit von der Partie. Nachdem die Alpini für eine Woche zu Übungszwecken die Falzaregotürme „gebucht“ hatten, mussten wir gleich zu Anfang umdisponieren und wählten als Ouvertüre die Cengia Martini-Führe am Großen Lagazoi. Man kommt nach 5 Seillängen an das Fenster eines Stollensystem der Italiener aus dem 1. Weltkrieg und besteigt dann den Berg auf seinen letzten 300 Höhenmetern von innen! Den Vorgipfel hat man damals (1917) den österreichischen Kaiserjägern unter dem Gesäß weggesprengt. Der Hauptgipfel selbst, mit seinen 2772 m, ist heute mit der Seilbahn ein beliebter Ausflugsort. Von der Talseite her dröhnte das Geknatter der Hubschrauber und der Motorräder, - von wegen Gipfelruh! Und auf den Passtrassen wetteifern Biker, Radler, PKWs und Wohnmobilisten um die beste Kurvenlage in den Serpentinen. Das alles lies sich von den Standplätzen unserer zweiten Route ("Cip und Co“) aus der Wand am kleinen Lagazoi, also in gebührendem Abstand wie bei einer Spielzeuglandschaft, viel entspannter betrachten. Das Wetter war stabil. Und so ging es am dritten Tag (5.7.) in die Lagazoiwestwand: "Trapez und Giordano Führe“. Rosi und Wolfgang mussten zeigen, dass sie den Vorstieg im unbekannten Gelände nach Topo beherrschen. Tags drauf war unter der Führung von Herbert mit einer 12 Stunden Unternehmung die Cima del Lago (2654), "Dall-Oglio-Verschneidung" mit 14 Seillängen dran. Danach, auf der Scotonihütte, hatte man uns Liegestühle für die herrliche Abendsonne bereitgehalten! Am 7.7. zeigte sich der Himmel zum Ausgleich eher launisch, und wir verlegten uns auf die Cinque Torri. Hier waren die Routen und Zustiege kürzer und damit kalkulierbarer. Außerdem blieb anschließend mehr Zeit für Alpin-Shopping in Corvara und das abendliche Kochen im Apartment. Sehr lecker! Um das bisher Erlebte noch zu toppen, wurde dann am Freitag der Torre Firenze (Puez-Geisler-Gruppe) mit 15 Seillängen, in Konkurrenz mit zwei Bergführer-Seilschaften, bewältigt. Der Ausklang, zunächst in der gemütlichen Stevia-Hütte und dann bei Steinofenpizza in Wolkenstein, war wirklich klasse und wohl verdient. Für den Samstag gestalteten Rosi und Wolfgang im Überschlag noch eine Abschiedstour am Lagazoi („Heidi“), um dann bereits den Heimweg nach Franken anzutreten. Das Trio Andrea, Gerhard und Herbert teste in den Folgetagen noch ein paar neue Routen im Dolomit aus.
Herzlichen Dank für die Kameradschaft und Orientierung und für eine launige Zeit in herrlichem Fels.
Wolfgang Christl |
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